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Schottland 11.8.2010-19.8.2010

 

Tag 1: Mittwoch 11.08 -Anreise

Um 14.00 in Ellerbek getroffen um dann von da aus nach Bremen zum Flughafen zu fahren. Die Fahrt war lang und ereignislos, ein paar Staus und stockender Verkehr. Um 18.00 sind wir in Bremen am Flughafen angekommen, Sarah, Yannick und Richard haben die Autos noch weggebracht wir anderen haben gewartet. Der Flug ging erst um 20.45, also wieder mal in einer Viehhalle von Flughafen gewartet, rumgegammelt, Gepäck gewogen, umgepackt und dalmutiert. Es war der erste Flughafen an dem ich mich wie ein gesuchter Verbrecher gefühlt habe, gefühlte 1000 mal Ausweis und Boardingcard vorzeigen bis man dann ins Flugzeug durfte und dann noch mal Boardingcard vorzeigen…Kram…kram…kram

Endlich im Flieger machten uns dann „hochmotivierte“ *husthust* Flugbegleiter mit den Sicherheitsvorkehrungen vertraut, zum Glück sitzen wir diesmal direkt am Notausgang… Deswegen auch die bei RyanAir so seltene Beinfreiheit genossen!! Während des Fluges kam dann noch die „hochmotivierte“ Crew vorbei um uns allerlei Waren anzubieten u.a. auch Rubbellose! Haben uns nur noch gefragt, wann sie mit den Rheumadecken vorbeikommen würden um das Flair einer Kaffeefahrt zu vervollständigen! Ansonsten recht ereignisloser Flug, ohne sich übergebende Personen J!
Um 10.00 abends (Ortszeit) am Edinburgh Airport angekommen, Gepäck war trotz noch mangelnder Geruchsnote schnell gefunden.
Dann haben wir uns auf die Suche nach einem Schlafplatz gemacht. Bequemes Rasenstück in der Nähe des Flughafenparkplatzes ausgemacht und uns dort ausgebreitet.
Zum Abendessen gab‘s Kekse mit noch mehr Keksen! Danach geschlafen.

Tag 2 Donnerstag 12.8.2010 -Anfahrt zum Wanderstartpunkt

Heute Morgen um 5.00 vom Regen geweckt worden, in Windeseile Sachen zusammen gepackt und uns in die Flughafenwartehalle verkrochen zum Sachen trocknen, da einige dann doch noch mit den Schlafsäcken „baden“ gegangen sind. (Ich will nicht wissen was die Einheimischen gedacht haben!) 

Um 7.30 haben wir den Bus ins Zentrum von Edinburgh genommen. Dort angekommen haben wir erst mal den ZOB gesucht, dann sind einige zum Einkaufen, andere zum Gas holen gegangen. Dann endlich gegen 9.00 gefrühstückt. Mit einer lautstarken Nummer von „Wo 2 oder 3“  noch mehr Aufmerksamkeit als ohnehin schon erregt. Matschtoastbrot mit Käse oder Schinken, dazu ausnahmsweise mal leckere Fruchtsäfte zu sich genommen. Danach wiedermal rumgammeln und auf den Bus nach Inverness warten von da aus soll’s dann weiter gehen nach Elgin und ab da dann endlich zu Fuß in schottischen Landen unterwegs.
In der Zwischenzeit wird wieder fleißig dalmutiert, gelesen, geschrieben oder geschlafen.
Die ca. 4 stündige Busfahrt haben die meisten von uns schlafend verbracht, in Inverness angekommen mussten wir erst mal die Beine ausstrecken, da der Bus ungefähr so komfortabel war wie RyanAir Flugzeuge! In Inverness nach dem Beine ausstrecken den Bahnhof gesucht da wir ja mit dem Zug nach Elgin weiter wollten.
Den Bahnhof haben wir dann mit der Hilfe des Busfahrers auch schnell gefunden, mussten aber noch Tickets kaufen. Haben ja noch angeblich genug Zeit also keine Hektik… Im Endeffekt als wir die Tickets hatten, hieß es dann schnell, schnell unser Zug fährt in 3 Minuten!!! Zum Glück ist der Bahnhof in Inverness nicht so groß also haben unseren Zug dann doch noch rechtzeitig bekommen. Freier Sitzplatz? – FEHLANZEIGE! Der Zug war knacke voll! Haben das Gepäck dann hinter bzw. unter die Sitze geschmissen, aber mussten nach 30 Minuten eh wieder raus, die Mitreisenden waren glaub ich nicht so begeistert von uns…
In Elgin angekommen haben wir erst mal Essen gekocht und in einem riesigen Supermarkt Marmelade aus der Tube gekauft. Tim, Sarah, Yannick und Marvin sind nochmal los um Kochlöffel und Unterlegplanen zu kaufen.
Wir anderen wurden in der Zwischenzeit von einem Taxifahrer angesprochen, der uns fragte ob er uns mitnehmen sollte, außerdem noch von einem Bahnbeamten der uns seit ca. 2.1/2  Stunden Videoüberwacht hatte und der uns sagte, dass wir hier nicht schlafen dürften, aber wir wollten ja eh zu Fuß weiter.
Nach dem Essen (Spaghetti mit Ketchup und Pesto) ging es dann endlich zu Fuß weiter in Richtung Fochabers, um von da aus auf den „Spaysideway“ zu kommen. Das Wetter, welches am Tag noch relativ gut war, wurde mit jedem Kilometer schlechter. Irgendwann war der Himmel dann irgendwas zwischen blau, schwarz und grau, also es herrschte quasi Nacht aus der Farbe der Wolken zu schließen.
Erst mal mussten wir jedoch aus Elgin raus und dazu mussten wir ein ganzes Stückchen an der Straße langlaufen und kamen nach einer Weile auch schon an der ersten Destille unserer Reise vorbei (hat die Jungs mächtig gefreut!). Danach ging es links von der Straße sprichwörtlich Querfeldein über einen umgepflügten, matschigen Acker. Irgendwann kamen wir aber wieder auf eine Straße bzw. auf einen Weg.
Nicht nur die Einheimischen finden unser Erscheinen hier merkwürdig und amüsant, sondern auch die Tiere, insbesondere Kühe, die uns vom Zaun aus beobachten und uns dann auch im Kuhgalopp folgen. Sehr amüsant!
Von dem Weg aus geht’s dann weiter auf eine Straße, der schwarze Himmel ist jetzt fast direkt über uns und es fängt an zu regnen…na toll…, und nach gefühlten 100 km, die eigentlich nur 10 oder so waren, erreichen wir einen Reiterhof wo wir in einer Reithalle schlafen dürfen, was auch ein Glück war denn in dieser Nacht gab es ein Gewitter mit sehr, sehr, sehr viel Regen!

 

Tag 3 Freitag 13.8.2010 –Fochabers, der singende Penner und BOB

Gut ausgeruht und mehr oder weniger trocken geht’s heute dann weiter nach Fochabers und Richtung Speysideway. Nach einem Frühstück mit Matschtoastbrot, Squeezy-Marmelade, Schinken und Käse geht’s dann auch los. Die Frau, die der Hof gehörte erklärte uns den schnellsten Weg nach Fochabers, dieser ging allerdings an der Straße entlang und ein Ambrone möchte nicht an der Straße wandern! 

Also geht es durch den Wald zu unserem Etappenziel. Erst auf schön befestigten Wegen, aber dann meint unser „Kartenhaltermann“ Christoph; hey auf der alten Karte ist hier irgendwo noch ein Weg eingezeichnet, da wo jetzt Gestrüpp ist. Lasst uns den nichtvorhandenen Weg nehmen!!! Also wieder Querfeldein durch Unterholz und Matsch an einem kleinen aber recht steilen Hang entlang und das bei aufgeweichtem Boden. War aber im Endeffekt doch ganz lustig und auf jeden Fall Offroad.
Irgendwann kamen wir dann doch noch auf eine befestigte Straße und von da aus war auch nur noch ein kleines Stückchen bis in den Ort Fochabers.
Angekommen fiel Sarah dann auf, dass sie ihre Regenjacke verloren hatte, also Tim Sarah und Christoph den ganzen Weg zurück um die Jacke zu suchen.
Währenddessen sind Yannick, Marvin, Richard und ich einkaufen gegangen Gisi und Matze blieben bei unserem Gepäck.
Als wir zurückkamen, bekommen wir erst mal Besuch von einem Penner der uns dann besoffen und auf Englisch zu quatscht.
Heute gibt’s Fleisch (endlich) mit Kartoffeln. Als die Jackensucher nach erfolgreicher Mission wieder zurückkamen, haben wir endlich gegessen. War ganz lecker.
Da wir allerdings unseren Wasservorrat für die Kartoffeln geopfert haben mussten erst mal einige los um Wasser zu holen. Die sind in eine Fleischerei gegangen und kamen auch nach einer Weile mit Wasser wieder raus hatten allerdings auch noch eine Alupackung dabei, die ihnen der Fleischer, der aus Deutschland ausgewandert war, mitgegeben hatte. Was da drin war, war Haggis! Haggis ist ein Einheimisches Gericht, welches ein bisschen an Leberwurst erinnert, die schon mal gegessen wurde. Schmeckte ganz widerlich! Die Jungs haben sich natürlich drüber her gemacht als gäbe es die nächsten Tage nichts mehr zu essen. Irgendwann glaube ich mochten selbst die es nicht mehr.
Richard meinte es sich in einen Ziplock Beutel einpacken zu müssen, und wollte es bei der nächsten Brotmahlzeit aufs Brot schmieren… Naja jedem das seine… Sind gegen 16.00 weiter gewandert. Zuerst war der Weg ganz gemütlich, dann ging's Berg runter und wie es Berge so an sich haben, direkt danach wieder Berg auf, gefühlte 90° Steigung (waren bestimmt 70° oder so) über 140 m ist mit 20 kg Gepäck kein Zuckerschlecken! Zum Glück waren es diesmal keine 40° im Schatten! … Juhu… Ich hatte, als wir oben waren, dass Gefühl, als würde ich sterben. Danach nochmal gefühlte 1000km laufen (in Wirklichkeit waren es nur 5 oder so), bis zur nächsten Pause.
In dieser Pause wurde klammheimlich das Haggis beerdigt.
Nach der Pause kamen wir an massenweisen Pilzen und ein paar eingefallener Häuser. Beim ersten bewohnten Haus haben wir dann nach einem Schlafplatz gefragt, da es wiedermal nach Regen aussah. Der Hausherr (wir nannten ihn Bob) zeigte uns dann einen Schuppen mit allerlei Gerät drin in dem wir schlafen könnten, sogar mit fließendem Wasser.
Haben grade unsere Schlafplätze aufgebaut und Fußbadewasser in den faltbaren Behälter von Christoph eingelassen, als Bob zurückkam und irgendetwas davon faselte, dass wir doch nicht hier schlafen können, da (sagte er zu mindestens) seine Versicherung (wir nahmen an, es war seine Frau) etwas dagegen hätte.
Allerdings meinte er, dass wir in einem der verfallenen Häuser schlafen könnten, an denen wir auf dem Hinweg vorbei gekommen sind, da sie ihm gehörten, so wie alles andere Land auch, das wir sehen konnten (und das war eine Menge). Oder die Straße weiter runter unter einer Brücke… wie nett…
Also aller kaputten Füße zum Trotz, wir mussten weiter. Die Brücke stellte sich als Witz heraus, so dass wir die Gegend nach anderen Möglichkeiten abklappern mussten. Gisi, Yannick und ich sind dann ein Stückchen (ein langes Stückchen) den Berg rauf, da auf der Karte dort noch ein paar Häuser eingezeichnet waren. Diese waren allerdings entweder nicht bewohnt, oder halb verfallen, so dass wir dort auch nirgendwo schlafen konnten. Also wieder zurück und an einem Haus vor der Brücke geklingelt, wo aber keiner aufgemacht hat.
Nächster Plan Christoph Marvin und ich gingen die Straße entlang zu ein paar anderen Häusern und einem Anwesen um da zu fragen. Beim Anwesen öffnete uns die Köchin und auf unsere Frage antwortete sie uns, dass wir in einer der ungenutzten, alten verfallenen Scheunen schlafen könnten, sie es allerdings auch noch nicht genau wusste, da der Hausherr (wahrscheinlich Bob) noch nicht da war, und später Gäste empfangen würde.
Nichtsdestotrotz haben wir uns die Scheunen genauer angeguckt, angesichts der toten Kaninchen, Kamikaze-Tauben und allerhand Unrat aber wieder das Weite gesucht. In dieser Nacht blieb uns also nichts anderes übrig als auf einer Wiese unter freiem Himmel zu nächtigen.
Die Nacht war beschissen, nass, kalt, und voller Mitches.

Tages-Fazit: Typischer Freitag der 13.

 

Tag 4 Samstag 14.8.2010 –Wanderung durch die Berge nach Craigallachie

Aufgewacht und alles war nass! Konnte kaum den Kopf aus dem Schlafsack stecken, denn bin sofort von Killer Mitches attackiert worden. Sind zum Sachen packen unter eine nahegelegene Brücke geflüchtet, weil da nicht ganz so viele Mitches waren. 

Weil es so kalt war, sollte es für jeden erst mal heißen Kakao oder Cappuccino, außerdem ein Happy-Birthday für Christoph. Zumindest durften wir uns bei den McBonzens Wasser holen… wie unglaublich großzügig…
Nach ca. 3 Stunden war das eiskalte Wasser dann auch fertig und wir konnten endlich Frühstücken und uns warm trinken.
Nach dem üblichen Frühstück ging‘s dann auch endlich weiter auf einem schönen Wald- und Feldweg, den unser Sondereinsatzkommando „Schlafplatzsuche“ gestern schon zur Hälfte zurückgelegt hatte. Der Weg zwar teilweise recht steil und ziemlich matschig aber trotzdem sehr schön.
Nach einer Weile kamen wir an einen kleinen Wasserfall, an dem erst mal für alle Haare waschen angesagt war. Inzwischen entpuppte sich dieser Tag als sehr sonnig und (für schottische Verhältnisse) warm.
Nach der Waschaktion ging’s dann nochmal kurz Bergauf  und dann nur noch Bergab… zum Glück… Zwischen durch gab‘s dann nochmal Kekspause, da wir alle Hunger hatten, aber das Brot alle war.
Unser nächstes Ziel ist das Dorf Craigallachie. Nach für mich gefühlten 10.000 km (da meine Füße mittlerweile mit einer Blasenlandschaft übersäht waren, in Wirklichkeit waren es nur ca. 4 bis 6) haben wir das Dorf auch erreicht, und es war wirklich ein Dorf, da es hier nichts weiter gab als ein Hotel, ein Postoffice, und eine Tankstelle und natürlich eine Destille. Das Postoffice hatte samstags nicht geöffnet, als wir uns auf der Wiese vor dem Hotel ausruhen wollten, wurden wir verjagt und haben uns dann auf einem nahegelegenen öffentlichem Picknick-, Tennis- und Spielplatz ausgebreitet.
Haben beschlossen den restlichen Tag dort zu bleiben und zu nächtigen, da jeder seine Wehwehchen hatte. Es war ein wunderschöner sonniger Tag und wir haben den ganzen Tag dalmutiert, gelesen, geschnackt, bei der Tanke einen Kuchen für Christoph gekauft und auf seinen Geburtstag angestoßen. Um halb 12 sind dann auch die Letzten schlafen gegangen. Wunderschöne sternenklare Nacht gehabt allerdings sehr kalt.

Tages-Fazit: Schotten starren uns gerne an und hupen uns hinterher, aber uns bei ihnen ausruhen lassen, das wollen sie dann doch nicht. Schöner Tag gewesen!



Tag 5 Sonntag 15.8.2010 –Badetag in Craigallachie

Zur Abwechslung mal von Strahlendem Sonnenschein geweckt worden statt von Regen oder Mitches. Erst mal Sachen neu packen und Später Frühstücken. Beim Frühstück meint Matze, dass er zum Arzt müsse weil ihm sein Fuß weh tut und er nicht gut laufen kann. Also sind Christoph und Richard ins Dorf gegangen um zu fragen wo der nächste Arzt ist. Ein freundlicher Dorfbewohner, namens Mike, hat Gisi und Matze dann sogar dorthin gefahren. Während wir anderen warten wird wieder dalmutiert, gelesen oder sonst was gemacht. Als die beiden nach ein paar Stunden wieder kommen heißt es für Matze den Fuß ruhig zu halten und nicht allzu viel zu belasten. Also heute mal Gammeltag eingeschoben.
Einige sind Pilze (Pfifferlinge) sammeln gegangen, andere zur Tanke um Nudeln und Tomatensauce zu kaufen.
Ich habe währenddessen einen Badeplatz gefunden und alle haben erst mal nach dem Mittagessen (sehr lecker, Fleisch hat aber gefehlt) in der kalten und whiskeyfarbenen Spey gebadet.

Tages-Fazit: Mal einen Tag die Füße hochlegen ist schon schön!

 

Tag 6 Montag 16.8.2010 –Whiskey und nette Bauern

Aufgewacht und gemerkt, dass es heute nicht so ein schöner Tag werden würde wie die letzten Beiden, zumindest war es trocken. Nach dem Frühstück haben wir uns auf einem schönen und recht leichten Weg Richtung Dufftown und der Glenfiddich Destille gemacht. (Es war trotzdem Fußfolter für mich und Matze!)

Dort haben wir dann mal eine guided Tour durch die Brauanlage gemacht und auch mit anschließendem Whiskeytasteing. Danach noch mal alle in den Shop und Mitbringsel gekauft.
Danach sind wir weiter in Richtung Town Center, da dann erst mal fürs Abendessen und Postkarten eingekauft.
Das heutige Mittagessen war das Beste, das wir auf dieser Fahrt hatten, denn es gab Salat, Quark, Kartoffeln und Fleisch war sehr lecken sind auch alle satt geworden und es ist auch nicht übriggeblieben! Danach sind dann einige los einen Schlafplatz zu suchen, der Rest hat dalmutiert. Als alle wieder da waren mussten wir beratschlagen, wo wir denn heute die Nacht verbringen würden, denn unser Suchtrupp hatte eine Farm entdeckt, wo allerdings keiner aufgemacht hatte, wir wollten es da dann später nochmal versuchen!
Später hatten wir dann bei der Farm Glück und durften da in einer ungenutzten Scheune schlafen, und das war auch gut so, denn in dieser Nacht hat es wieder mal ordentlich geregnet.
Haben es uns dann dort gemütlich gemacht und den Tag mit Applecider und Cappuccino ausklingen lassen.

Tages-Fazit: Cider namens „Black Thorn“ schmeckt nicht!

 

Tag 7 Dienstag 17.8.2010 –Dufftown und Umgebung

Am nächsten Morgen vom Bauern geweckt worden, der einen Heuballen holen wollte. War schon 10.00! Schnell gefrühstückt und dabei das gestern neugekaufte Glas Nutella geleert. 

Nach dem Frühstück haben wir das Gepäck in der Scheune gelassen und sind uns die Umgebung angucken gegangen.
Die Destille kannten wir ja bereits, auch wenn einige Herrschaften trotzdem gerne den Tag dort verbringen wollten sind wir weiter zu einem Schloss gegangen, das ganz in der Nähe der Whiskeybrennerei stand.
Das Schloss entpuppte sich als Ruine, für die sie noch 4 Pfund pro Person Eintritt verlangten, was uns zu teuer war.  Also haben wir uns die Ruine nur von außen angeschaut.
Danach ging es weiter in die andere Richtung zu einem Wasserfall. Dieser Weg war etwas länger, dafür aber auch schöner, da er an einem Fluss entlang und durch fast unberührten Wald führte.
Der Wasserfall selbst war ein Witz, da er wirklich winzig war!
Auf dem Rückweg haben wir den schnelleren Weg an der Straße genommen, unser Gepäck geholt und auf den Bus gewartet, der uns zurück nach Elgin bringen sollte.
Die Schotten nehmen es anscheinend mit ihren Busfahrzeiten auch nicht so genau, der Bus hatte nämlich eine halbe Stunde Verspätung!
In Elgin sind wir dann in den Bus nach Inverness umgestiegen. Nach insgesamt 2 Stunden Busfahrt sind wir dann auch angekommen und mussten erst mal einkaufen gehen. Außerdem war die Schlafplatzfrage noch ungeklärt. Haben dann wieder auf einem Spielplatz unter Bäumen geschlafen und Nudeln mit Käseschinkensoße gegessen…war eher nicht so lecker aber essbar! 

 

Tag 8 Mittwoch 18.8.2010 -Loch Ness, Urquhard Castle (Touristik City)

Von Sonne geweckt worden, die sich allerdings dann auch ganz schnell wieder hinter Wolken versteckt hat. Beim Frühstück wurde das neue Marmeladen Glas geleert und danach sind wir wieder Richtung Busbahnhof gelatscht. Haben da dann nochmal 1 Stunde auf den Bus gewartet. 

Nach einer weiteren Stunde waren wir dann endlich am Loch Ness und am Schloss. Das Schloss war natürlich nur noch eine Ruine. Und es wimmelte von Touristen aus Allerwelt. Wir durften unser Gepäck da natürlich nicht ablegen also sind wir in Gruppen reingegangen. War ganz interessant, Nessi haben wir jedoch nicht gesehen. …Schade…
Nachdem wir uns alles angeguckt hatten sind wir wieder zurück nach Inverness gefahren, haben dort eine Brotzeit gemacht, sind nochmal einkaufen gegangen und haben versucht die ortsansässige Scout Gruppe über eine Nummer zu kontaktieren die uns ein Einheimischer gestern beim Wasserholen gegeben hatte. Nach Mehrmaligen Versuchen haben wir ihn dann auch erreicht und er hat uns dann gegen 19.30 abgeholt und uns den Weg zu einer Pfadihütte gezeigt.
Wir durften dann dort schlafen war super mit richtigen Toiletten, Küche und Waschbecken zum Haare waschen! War eine super Nacht und vor allem trocken!

 

Tag 9 Donnerstag 19.8.2010 –Edinburgh

Sind um halb 6 aufgestanden, da wir den Bus nach Edinburgh nehmen mussten. Haben dann am ZOB gefrühstückt und es wieder geschafft das neue Nutella Glas zu leeren. 

Im Bus haben wir dann versucht 4 Stunden Schlaf nachzuholen.
In Edinburgh haben wir uns dann Richtung Schloss aufgemacht um es zu besichtigen, wir durch unser Explorer Ticket vom Loch Ness dort freien Eintritt hatten. Natürlich schwärmten dort wieder Touristen rum, wie Mücken im Sumpf. Das Schloss war interessanter als die ausgestellten Kronjuwelen, die aus einer Krone, einem Zepter und einem Zeremonienschwert bestanden. Natürlich alles streng bewacht.
Wie schon gestern mussten wir uns aufteilen und in Gruppen reingehen um das Gepäck nicht unbeaufsichtigt zu lassen.
Als wir dann mit aufpassen dran waren, fing es natürlich prompt wieder an zu regnen, so dass wir unser Gepäck ins Trockene bringen mussten, also unter einen kleinen Torbogen.
Kurze Zeit später kam dann einer der ganz Wichtigen an und sagte uns wenig freundlich, dass wir uns von da wegbewegen sollten, da dies angeblich ein Fluchtweg sei. Wir fragten ihn dann wohin wir mit unserem Gepäck sollten und er meinte wir sollten es die ganze Zeit bei uns tragen, da es verboten sei es irgendwo hier abzustellen.
Den Kommentar, dass man schlecht mit einem 20 kg Rucksack 2 Stunden durch eine Ausstellung gehen könne, verkniffen wir uns dann mal.
Das Gepäck haben wir daraufhin wieder nach draußen gestellt und mit Regenponchos abgedeckt, und wir haben uns dann im Klo Haus untergestellt von wo wir immer noch einen guten Blick auf unseren Kram hatten.
Irgendwann kam dann auch unsere 2. Gruppe von der Ausstellung zurück und auch unsere „Freunde“ von der Security, die uns unfreundlich darauf hinwiesen, dass wir doch bitte endlich von hier verschwinden mögen. …So viel zur schottischen Gastfreundlichkeit.
Es war allerdings nicht das letzte Mal an diesem Tag, dass wir Probleme mit den örtlichen Behörden hatten.
Mit reichlich schlechter Laune sind wir dann wieder zurück zum Busbahnhof, haben da dann die Sachen gelagert (Richard ging‘s schlecht der hat dann da drauf aufgepasst) und wir anderen haben die Stadt angeguckt.
Um halb 8 kam der Bus zum Airport, wo wir uns dann auch ausgebreitet, Sachen umgepackt und gewartet haben.
Allerdings mussten wir noch das Benzin in unseren Kochern loswerden und die Jungs wollten noch ein paar Bier trinken. Zu diesem Zweck sind wir auf den Flughafenparkplatz gegangen um dort dann auch nochmal Wasser für Tee aufzusetzen. Wir hatten grade die Kocher angezündet, schon kam einer von der Flughafensecurity und meinte wir könnten hier weder Bier trinken und erst recht nicht kochen. War aber auch irgendwie verständlich. Er sagte uns aber noch, dass wir nur vom Flughafengelände runter gehen müssten. Also alles wieder abgebaut und einige 100 Meter weiter hinter ein Reklameschild an einer Straße gesetzt und alles wieder aufgebaut. Da beweist sich mal wieder, dass Jungs gerne mit Feuer spielen, denn Tim hat bei seinem Kocher das Ventil voll aufgedreht, so dass es eine 30 cm hohe Flamme gab, die prompt von der Polizei, die grade vorbeigefahren war, gesehen wurde.
Das war das erste Mal in meinem Leben und hoffentlich auch das letzte Mal, dass ich in den Lauf eines Maschinengewehrs geguckt habe. Nach dem die Polizisten unsere Personalien hatten (zum Glück hatte Yannick seinen Perso in der Hosentasche, sonst hätten wir richtig Probleme gekriegt, da wir anderen unsere Portemonnaies und somit auch unsere Pässe im Rucksack hatten und der lag warm und trocken im Flughafen…), waren sie dann doch sehr freundlich und boten uns sogar an, nachdem wir ihnen unsere Lage erklärten, uns mit auf die Wache zu nehmen, damit wir dort unser Wasser kochen konnten. Allerdings löste das unser Benzinproblem nicht… Daraufhin sagten sie dann, dass wir ein paar hundert Meter weiter gehen sollten und da dürften wir uns unser Wasser kochen, das Benzin sollten wir dann einfach wegkippen!?!?!
Wir sind dann auch weiter gegangen, das Wasser haben wir nicht weitergekocht, sondern mit dem restlichen Benzin weggekippt…arme Natur aber wenn Herr Polizist das sagt, machen wir‘s dann auch… Haben da dann unser Bier getrunken und den restlichen Applecider.
Sind dann recht zügig wieder zurückgegangen und haben auf dem Rückweg wieder unsere Ordnungshüter getroffen, die uns dann noch fragten ob wir das auch waren die vorhin auf dem Parkplatz gesessen hatten  (na dann ist ja alles gut) und wünschten uns dann noch einen guten Heimflug.
Oh man, was für ein Tag…

Tages-Fazit: Mit uns wird’s nie langweilig!

 

Tag 10 Freitag 20.8.2010 –Abreise

In Schottland wird nachts gebaut so, dass man nicht schlafen kann. Um kurz vor 2 wurde dann auch noch Feueralarm ausgelöst. Kam aber auch nichts nach. Der Flug nach Bremen war OK, ereignislos und nach 4 Stunden Autofahrt waren wir dann auch froh, wieder zu Hause zu sein!

 

Fahrten-Fazit:   - Kekse retten Leben!
                    - Polizisten sind freundlich, aber nicht sehr   
                      Umweltbewusst!
                    - Geht nie, nie, nie, NIEMALS, nie mit nagelneuen, noch
                      nicht eingelaufenen Wanderschuhen auf Wanderungen!!!!
                    - Frauen sind die Versicherung eines jeden Mannes!
                    - Mitches sind kleine Drecksviecher!

 

Nächste Termine

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Mi Apr 04 @ 8:00PM - 11:00PM
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Mi Mai 02 @ 6:00PM - 08:00PM
Gruppenstunden
Mi Mai 02 @ 8:00PM - 11:00PM
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Mi Mai 09 @ 6:00PM - 08:00PM
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