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„…mit euch zu den Lavendelfeldern!“

Von Gisela Claas

Frankreich vom 16.- 30. Juli 2007


-Mein Fahrtentagebuch-


1.Tag, Mo., 16.07.07

Heute sind wir um 10.40 Uhr vom Kieler Hauptbahnhof gestartet. Mit dem Zug ging es nach Lübeck und von dort mit dem Bus zum Flughafen. Die Temperaturen gaben schon einen kleinen Vorgeschmack, wie es in Frankreich werden würde…
Am Flughafen gab es beim Check- Inn einen Schreckensmoment, als Yannick seinen Pass auf das Rollband fürs Gepäck schmiss und er (der Pass) in die Ritze rutschte. Bevor es weitergehen konnte, musste erst mal der Mechaniker geholt werden, der sich bemühte, den Pass mit einer Müllzange rauszupulen. Die Schlange hinter uns wurde länger und länger…
Bei den anschließenden Sicherheitskontrollen sollten einige die Schuhe ausziehen. Das sollen die mal auf dem Rückweg von uns verlangen ;-)
Für die einen war der Flug absolut aufregend. Für die anderen auch, allerdings eher in dem Sinne, dass sie ihr Frühstück von sich gaben und sich weigerten, jemals wieder in ein Flugzeug zu steigen. Rückweg? Ach, Nö…
Irgendwann war aber auch das überstanden und nachdem alle ihr Gepäck vom Band geklaubt hatten, betraten wir die ersten Meter französischen Bodens außerhalb des Flughafens. Nach einem kurzen Blick auf die Karte ging`s los. Ab über einen grooßen Parkplatz, der leider zum Schluss hin eingezäunt war. Also am Rand zurück, bis wir den Zaun umgehen konnten. Als wir das geschafft hatten (war weit), sahen wir zurück und bemerkten, dass wir nur wenige Meter nach rechts hätten gehen müssen, um einen Durchgang zu finden. Super! Das erste Stück ging direkt an der Schnellstrasse lang, nicht so angenehm. Vorher waren wir noch an der Tankstelle, Wasser kaufen und Benzinkocherflaschen auffüllen. Einkaufen wollten wir später. Das gestaltete sich schwieriger als gedacht, denn in dem nächsten Dorf hatten die Geschäfte schon zu! Ein französischer Türke (oder türkischer Franzose?) verwies uns auf ein Viertel ein paar Straßen weiter „Aber nicht erschrecken, da sind ziemlich viele Türken!“ Äh ja, schon klar. Paar min. später: Tatsächlich gefunden. Sah heruntergekommen aus und wirklich viele Türken. Während Christoph mit ein, zwei anderen in einem türkischen Geschäft einkaufen ging, rastete der Rest auf einem kleinen Platz wenige Meter weiter. Wir wurden begafft wie die Affen im Zoo. Die Buschtrommeln funktionierten dort jedenfalls einwandfrei, denn schon bald wurden wir von immer mehr Menschen ganz schön belagert und wir kamen uns vor wie in Klein- Istanbul.
Langsam wurde es auch unheimlich und ich glaube, alle waren froh, als die Einkäufer wieder da waren. Die Wasserflaschen waren gerade verteilt und wir zum Abmarsch bereit, als ein Polizeiwagen sich einen Weg hinunter in unsere Richtung bahnte. Gerade noch rechtzeitig sind wir vom Platz runter, bevor wir mit unserem doch recht miserablen Französisch irgendwas erklären mussten…
Einen Lagerplatz für die Nacht zu finden war ein Abenteuer. Es wurde schnell dunkel und wir befanden uns immer noch an einer Hauptstraße mitten zwischen Fabriken oder so, ähnlich einem Gewerbegebiet. Das Problem war, dass viele Plätze entweder eingezäunt oder taghell erleuchtet waren, oder als Sauftreffpunkt für Jugendliche dienten. Irgendwann hatten wir Glück und fanden noch ein Feld. Schnell noch Happa Happa und dann ab in die Falle.

Fazit des Tages:
Wir wurden sehr oft angehupt und in Frankreich gibt es sehr laute Grillen.


2. Tag, Di., 17.07.07

Verschlafen, Wecker nicht gehört. Zu spät los, im Dorf eingekauft, festgestellt, dass Wasser immer billiger wird. Tanke 1,- Türke 0.85,- Laden im Dorf 0.41,- . Morgen kriegen wir´s umsonst, bei dem Kurs!
Frühstück auf  `nem Parkplatz, wo Meta `nen hässlichen Hund gefüttert hat. Es war schon 10.00 Uhr oder so, auf jeden Fall recht spät. Ich hatte zwischendurch ein Klohäuschen entdeckt, leider war die ganze Zeit besetzt…
Also los, es sollte heute in die Berge gehen. Der Anfang ging noch, aber dann wurde es steiler und steiler und noch mal steiler. Außerdem super heiß, es war mega anstrengend. Eine richtige Kletterpartie auf weißen Geröllwegen. In einer kurzen Pause hieß es, nur noch ein kleines Stück, dann halten wir nach einem Platz für die Mittagsruhe Ausschau, denn wir müssen unbedingt aus der Sonne raus. Aus dem kleinen Stück wurde leider ein großes, denn es gab einfach keinen vernünftigen Platz. Kein Schatten und die Wasserbassins, die auf der Karte eingezeichnet waren, waren eingezäunt!
Dem Hitzeschlag nahe, humpelten wir in der gleißenden Sonne unserem Untergang entgegen. Knapp dem Hitzetod entronnen, stolperten wir in den rettenden Schatten eines einzelnen Baumes…
Naja, die Kraft für eine Brotmahlzeit hatten wir schon noch. Danach wurde nur noch geschlafen.     
Erwähnenswert ist noch, dass französische Pfadfinder mit dem Auto Patroullie fuhren, um alle Menschen vor Waldbränden zu warnen. Ups.  

    *Feuer*                                      *Feuer*


                                   *wir*


    *Feuer*
Wir sind mitten durch das schönste Waldbrandgebiet gelatscht. Unser Weg sei allerdings sicher, wir dürften nur nicht mehr in die Berge (oh, wie schade), nicht die Wege verlassen und sollten vor Einbruch der Nacht das Gebiet verlassen haben. Und natürlich kein Feuer machen. Äh, Essen kochen? Mist.
Von Danielle muß ich auch noch erzählen. Ein junger Franzose, der einen Löschwagen fuhr und ihn bei uns an einem Hydranten auffüllte. Wir waren gerade im Begriff aufzubrechen, als Sarah anlief und mit den Armen fuchtelte: „Alle herkommen, der will uns nass spritzen!“ Man braucht kein Genie zu sein, um sich Folgendes zu denken: …Wssch… 12 umgekippte Rucksäcke alleine auf dem Weg und genauso viele verschwitzte Pfadis glücklich unter dem Wasserstrahl. Das war schön!
Wir haben dann zugesehen, dass wir aus den Bergen rauskamen. Der erste Parkplatz nach dem Wald war unser, denn wir waren alle fertig nach dem Gewaltmarsch über die Berge. An den Parkplatz war ein Sportplatz angegliedert und ein Boule- Platz, der auch dazu von Jugendlichen genutzt wurde. Wir wurden mal wieder ganz schön angeglotzt, als wir unseren Kocher auspackten und Reiswasser aufsetzten. Das Menü heute: Reis mit Erbsen und Wurzeln in Tomatensauce. Besser bekannt als Matsch- Pampe oder „Ich finds zwar irgendwie eklig, aber der Hunger treibts rein- Brei“.Geschlafen auf dem Sportplatz. Übrigens ist vielen die Blockschokolade geschmolzen und ausgelaufen, das gab `ne Schweinerei! Vor allem bei Marvin, der die Salami trug, die nun schön mit dunkler Schokolade verschmiert war. Die Witze dazu wiederhole ich jetzt nicht noch mal, nur soviel: Seinen Spitznamen „Mokkastecher“ hat er erst mal weg…

Fazit des Tages:
Man sollte sich vorher über Waldbrandgebiete informieren und Blockschokolade zusammen mit Salami sieht pervers aus!


3. Tag, Mi., 18.07.07

Pünktlich früh aufgestanden, losmarschiert, Straße, Berg hoch. Durch ein Dorf, runter zur Küste. Mittelmeer!!! Am Wasser bei herrlichem Wetter gefrühstückt. Yannick, Richard, Angelika und Sammy waren schnell noch im 2 km entfernten Laden einkaufen, kein Problem.
Sind dann noch ein paar km gewandert, bis wir, nachdem wir ein paar Mal falsch abgebogen sind, endlich an einem super Platz ankamen. Unten Strand, oben schöner Schattenplatz unter Bäumen (inkl. Boule- spielenden Franzosen). Wasser war kalt, aber keine Wabbelviecher wie Quallen, keine Algen, keine Steine. Nur sehr salzig, allerdings schön erfrischend. Haben den Tag mit Schwimmen, Schlafen und Lesen verbracht.
Die Story des Tages:
Es gab auch dort ein Klohäuschen, dessen Tür die ganze Zeit auf „besetzt“ stand. Das hatten wir doch schon mal?! Doch diesmal wollten wir uns nicht so schnell geschlagen geben. Sarah und ich zu den „Lifeguards“. In einem Gemisch aus Französisch und Englisch haben die uns begreiflich gemacht, dass man einen Chip für 30 Cent kaufen kann. Wir also rüber auf den Campingplatz, ins Büro. Auf Englisch sagte die Frau dort uns, man müsse lediglich 30 Cent in das Häuschen reinschmeissen. Kleingeld geholt, inzwischen war auch Christoph zu uns gestoßen. 30 Cent in den Kloautomaten gesteckt, nichts passiert. 50 Cent: nichts. 1 Euro, 2 Euro, 10 Cent. Alles ausprobiert, nichts geht. Zu dritt zum Imbiss, wo wir auch vorher mit Yannick und saufzie wirklich leckere Pommes gegessen und schön Heineken genossen haben. Jedenfalls wusste der Dönermann von nichts. Dafür mischte sich plötzlich eine Frau ein, die unser Problem zufällig mitangehört hatte. Sie erzählte uns auf Englisch auch die Story von den 30 Cent. Argh! But it doesn`t work! Scheißegal, wir gehen jetzt ins Restaurant nebenan. Da waren wir fünf schon nach dem Pommes essen gewesen. Jetzt war aber der Chef da, stand schon Wache neben dem Tresen und lauerte. Und tatsächlich, gleich wurden wir abgefangen und uns wurde erklärt, wenn wir nichts äßen, dürften wir auch das Klo nicht benutzen. Christoph hat ihn dann so lange bequatscht, von wegen wir bezahlen 50 Cent pro Nase und nur wir drei („Only you? Not 20 persons?“- „No, only three!“) bis er uns widerwillig durchgelassen hat. Ha, geschafft!
Aber die Geschichte ist noch nicht vorbei. Der Witz, ach was haben wir gelacht! Kommt erst noch. Etwas später erzählen wir den anderen von unserer ewig langen Odyssee. Tims Kommentar dazu: „Wieso ward ihr nicht einfach auf den Campingplatz, da gibt`s saubere Toiletten, Klopapier, fließend Wasser und kein Mensch sagt was. Kost auch nix.“ ---- Mehr muß man glaub ich nicht dazu sagen.
Gegessen haben wir Nudeln mit Curryhuhn und Ananas, lecker! Geschlafen haben wir an einer kleinen Bucht direkt am Wasser.

    Fazit des Tages:
Wir hassen rote „Ihr kommt hier net durch- Schilder“!


4. Tag, Do., 19.07.07

Pünktlich wurden wir in der Früh von Meta geweckt. Alle stöhnten und jammerten, denn eine Mückenplage war des Nachts über uns gekommen. Angelika hatte es besonders schlimm im Gesicht erwischt. Mit ihren zugeschwollenen Augen sah sie aus wie Axel Schulz, fehlte nur noch die Fackelmannmütze! Unsere Sachen sind übrigens klatschnass gewesen, als wir aufwachten, voll bäh! Am Wasser entlang sind wir weiter gewandert. Nach dem Frühstück mussten wir ein kleines Stück zurück, da wir an einem Privatweg gelandet waren. Vor und hinter uns ein Kraftwerk o. ä., machten wir Rast auf einem Steinwall, das Meer vor uns, ein Stinkesee hinter uns, pralle Sonne auf uns. Meta machte sich auf, einen besseren Platz zu finden, doch sie kam zurück mit den Worten: „Da hinten stinkt`s, ist müllig und es liegen viele alte Bekannte rum!“ Für alle, die es nicht wissen, alte Bekannte heißt in diesem Zusammenhang soviel wie Kacka. Also mussten wir in der Sonne auf den Steinen bleiben und es wurden Pläne für ein Sonnensegel geschmiedet. Richard verschwand in den Büschen, während ich mit Sammy unsere Kohtenbahnen zusammenknüpfte. Als ditschi wieder kam, meinte er, er hätte keinen optimalen, aber besseren Platz gefunden. Wir waren unschlüssig. Mit Sack und Pack los und dann ist der Platz vielleicht gar nicht so gut? Aber was, wenn wir den super Platz verpassten? Bevor wir noch stundenlang rumdiskutierten, beschlossen Sammy, Annika, Angelika und ich der Sache erst mal ohne Rucksack auf den Grund zu gehen. Ditschi kannte den Weg, also kam er auch mit. Am besagten Platz angekommen, waren wir schon wieder unschlüssig. Nicht besser, aber auch nicht schlechter war es hier, darin waren wir uns nach einigem Hin du Her einig. In der Ferne konnte man ein kleines Wäldchen erkennen, das wollten wir uns noch mal ansehen. Und tatsächlich: hier war es fantastisch! Der perfekte Platz für die Mittagsruhe!!  Schön schattig unter großen Bäumen. Ab zurückgeflitzt, den Rest geholt und Lager auf-geschlagen.
Ich kam gerade aus dem Gebüsch zurück, als ich sah, wie einige im Kreis herumstanden und auf den Boden starrten. Neugierig wollte ich wissen, was da los war. Da lag ein kleines Eichhörnchenbaby! Oh, wie süß! Alle waren ganz entzückt von den braunen Kulleraugen und den tapsigen Bewegungen. Ich taufte es „Happa Happa“ und weil es wirklich knuffig war, sahen wir gebannt zu, wie es über den Waldboden stolperte und sich anschließend unter meinem Rucksack einrollte und einschlief. Den Nachmittag über redeten wir abwechselnd darüber, ihn zu essen oder mitzunehmen. Als wir gingen, ließen wir ihm einen Deckel mit Wasser und ein Stück Baguette da…
Es gibt noch eine Geschichte von diesem Tag. Sie trägt den Titel: „Uschi“. Wir kamen gerade vom Baden und saßen auf unseren Isomatten. Auf einmal wehte ein seltsamer, nicht in die Natur gehörender Geruch zu uns herüber. Da saß doch tatsächlich Richard, mitten in der Pampa, mit Haarspray und Kamm bewaffnet, und stylte sich die Haare! Das blieb nicht lange unbemerkt und so wurde er schnell Zielscheibe für zahlreiche Witze. Wäre vielleicht nicht unbedingt  im Gedächtnis geblieben, aber weil er 20 min. später immer noch an seinen Haaren rumfummelte, sagte irgendjemand (Meta?) so was wie: „Er sieht aus wie Uschi aus dem Friseursalon.“ Brüllendes Gelächter und noch mehr Witze folgten und so wurde aus ditschi Uschi.
An dem Abend sind wir (nur noch -haha-) durch die Berge und haben auch da geschlafen. Keine Grillen, dafür Mücken. Vom Regen in die Traufe nennt man das wohl.
Essen an diesem Tag: Sahnenudeln von Christoph und Yannick.

Fazit des Tages:  
    Manchmal fallen Eichhörnchen vom Himmel und
    Fahrtennamen müssen nicht immer dieselben bleiben.


5. Tag, Fr., 20.07.07

Wie immer von Metas äußerst melodiöser Stimme um 5.20 Uhr geweckt. Ich glaube, es gibt keinen, der ihr in diesen Momenten nicht gerne mal *zack* die Wasserflasche über den Kopf gezogen hätte…
Durch die Berge runter in die nächste Stadt. An der Straße kurz Pause gemacht, wo wir gegenseitig unsere Pestbeulen bewundert haben. Die Mücken hier sind echt schlimm! Weiter bis zu einem Parkplatz am See, wo wir auch gefrühstückt haben, lecker Baguette. Zum ersten Mal kam heut auch Dosenfleisch auf den Tisch. Auf dem Parkplatz stand ein öffentliches Klohäuschen, ähnlich dem am Strand. Die Anzeige stand auf „besetzt“. Naja, das kennen wir ja schon. Also frustriert umgedreht und wieder bei den anderen Platz genommen, als ein Mechanikerteam anrückte. Es schien, als gäbe es doch noch Hoffnung für saufzie. Er musste wohl ziemlich dringend, denn er brachte mich dazu, obwohl ich alle viere schon von mir gestreckt hatte, noch mal aufzustehen und die lieben Leutchen zu fragen, was los sei mit der Toilette. Von weitem kam uns ein Mann mit ausgebreitenden Armen entgegen. Er zuckte mit den Schultern und rief: „Kaputt!“ Irgendwie machte er uns verständlich, dass sie das Klo reparieren wollten und in ca. 30 min. fertig sein würden. Zurück geeiert, saufzie wieder hin, als die Männer weg waren. Nach fünf min. kam er schon wieder. „Und, wie war`s ?“ „Schon fertig?“ „Das ging aber schnell!“ und ähnliche Kommentare empfingen ihn. Die Erfahrung habe ich übrigens auch schon gemacht. Du kommst erleichtert aus`m Wald und alle interessieren sich brennend für deinen Stuhlgang. Ich hab noch nie Leute so viel über`s Scheißen reden gehört!
Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte, saufzie hatte sich gerade hingesetzt, als die Tür aufging. Haha, scheißen mit Publikum ;-). Die Geschichte endet so, dass ich vor dem automatischen Scheißhaus stehe und die Tür bewache.
Später teilten wir uns auf, um die Besorgungen möglichst effektiv zu gestalten. Christoph und saufzie machten sich auf zur Touristen-Information. Dort erfuhren sie z. B., dass man die roten Zonen unter folgenden Bedingungen doch betreten darf: Es muss zwischen 6.00 und 11.00 Uhr morgens sein und der Wind darf nicht mehr als 40 km/h blasen. Aha. Gut zu wissen. Während der Rest bei den Rucksäcken blieb (hoho, für diesen Job findet man nur ganz schwer Freiwillige), gingen plumps, Marvin, Tim, Annika und ich einkaufen. Die erstbeste Frau auf der Straße im Ort sprachen wir an. Die Frage nach dem Supermarkt war kein Problem, die Antwort leider schon. Wir hörten heraus, dass sie selber nicht aus dem Ort käme, wir es aber doch mal im Geschäft gegenüber versuchen sollten. Ok. Wir rein, Text runtergeleiert und, ganz ehrlich, nicht allzu viel erwartet. Doch wir sollten eines besseren belehrt werden. Die nette junge Frau hinter`m Tresen holte gleich `nen Stadtplan, fragte: „Grande oú petit?“/ „Groß oder klein?“-   
„Äh, na da, wo wir zu Fuß hinkommen.“ Sie beschrieb den Weg und obwohl wir damit schon zufrieden gewesen wären, kopierte sie gleich den Plan und malerte mit Textmarker ein paar Kreuzchen rein. Voll nett! Den Laden haben wir auch gleich gefunden. Das Einkaufen war etwas chaotisch, weil alle quer durch den Laden liefen und keiner den Plan hatte, wer was suchte. Wir brauchten Kartoffelpüree, allerdings fanden wir keinen, der ohne Wasser und Milch angerührt werden musste. Als ich der Verkäuferin mein Problem schilderte, sagte sie, kein Problem, haben wir! *freu, freu*  Voller Stolz führte sie uns zum Kühlregal und zeigte uns das Sortiment an Milch. Ah, nein! Egal. Merci, dankeschön, weiter geht’s. (Wobei ich noch mal betonen möchte, dass ich mich verstanden habe) Vieles haben wir nicht bekommen und so mussten wir doch noch zu `nem größeren Laden. Ab in den nächsten Zeitungskiosk, nach dem Weg fragen. Dort wurde Annika und mir erklärt, so weit wie wir es verstanden, der nächst größere Laden sei zu Fuß viel zu weit weg. „Hinter den zwei Brücken und noch weiter!“ Draußen auf der Straße berieten wir uns. Ziemlich ratlos standen wir rum, als uns plötzlich ein Mann anschnackte. Ehrlich gesagt, sah er aus wie ein Obdachloser- fast- Penner. Er hatte mitgekriegt, dass wir ein Problem haben und wir erzählten unsere Geschichte. Sofort lief er zu seiner Bekannten, die nebenan in einem Straßencafe saß. Eine Frau in den Vierzigern, sie trug ein Lederdress aus schwarzer kurzer Hose, bauchfreiem Top und hochhackigen Schuhen… Wild gestikulierend zeigte er auf uns. Sie zauderte nicht lange, ehe wir uns versahen, hatte sie mich am Arm gepackt und zog mich in eine Richtung. Wenige min. entfernt sollte ein größeres Geschäft sein. Uns war die Chose nicht ganz geheuer und das merkte sie wohl auch, denn sie sagte schnell, sie würde uns begleiten und es zeigen. Schwupp, ließ sie ihren Cappuccino stehen und lief voran. Was hatten wir zu verlieren? Also hinterher. Wohl bemerkt, wir hatten 36 Flaschen Wasser dabei, läppische 54 Liter. Wetze, Wetze, die Frau war schnell! Nachdem Tim eines von den Sixpacks Wasser runtergeknallt war und es auseinander riss, kamen wir endlich auf die glorreiche Idee, die Flaschen und jemanden zurückzulassen. Marvin blieb da, während wir weiterliefen. Ungelogen, keine 20 Meter weiter standen wir vor unserem Ziel, einem großen Supermarkt ;-)
Ganz doll bedankt bei der Frau und rin in Laden. Der war zwar echt verhältnismäßig groß, aber das Sortiment dafür natürlich ganz anders als wir es gewohnt waren. Wir mussten dementsprechend improvisieren, aus Tsatziki wurde Quark mit Kräutern der Provence. Dann wieder die Frage nach Kartoffelpü ohne Milch. Gab`s da auch nicht. Also Milchpulver. Natürlich wussten wir nicht, was das auf französisch heißt. Deswegen fragte ich nach „Milch, aber nicht flüssig.“ -???- Gerade wollte uns auch diese Verkäuferin zum Milchregal führen, als ich ihr mit Gestik klarmachen konnte, was ich wollte. Aber geil, man konnte regelrecht zusehen, wie es klick machte: „Ah, poudre!“ Ja, genau! (da hätt` ich auch selber drauf kommen können, Pulver =Puder =poudre – nicht so schwer…)
Auch zu fünft konnten wir den Einkauf nicht tragen, also beschlossen wir kurzerhand, den Einkaufswagen mitzunehmen. Ich glaube, dass bereitet Annika heute noch ein schlechtes Gewissen ;-)
Zum Rückweg mit dem voll geladenen Wägelchen ist nur noch zu sagen, dass die Franzosen gefühlte ein Meter hohe Kantsteine haben!
Nur ein paar Minuten weiter schlugen wir auch schon unser Mittagslager auf. Zwischen Bäumen, direkt am See, wunderschön. Dort haben wir gebadet, uns gewaschen und Klamotten gesäubert. Bis jetzt war Sarah unsere Fußkranke gewesen, doch inzwischen hatte es auch Marvin erwischt. Ich hab`s selber nicht gesehen, aber angeblich sei schon Fleisch mit abgegangen, uh!
Gegessen haben wir Gyros mit Quark- Tsatziki (wofür Meta, Sammy und Annika extra noch mal in die Stadt sind, um eine Zwiebel zu besorgen) und Tomaten- Gurkensalat (was sie noch dazu eingekauft haben- das kommt davon, wenn man ohne Liste einkauft- man kauft immer zuviel ein).
Nach einer klitzekleinen Tour durch die Berge (keuch), fanden wir ein lauschiges Plätzchen am See unter Bäumen. Wohlgemerkt, wir sind extra früher losgegangen, um abends nochmal baden zu können. Am Ende sind nur Meta, saufzie und ich planschen gewesen, pah, selbst schuld.

    Fazit des Tages:
    Tja, äh, sagen wir mal, hier ist Platz für eigene Vorschläge.



6. Tag, Sa., 21.07.07

Um 6.00 Uhr den halben Berg wieder hochgekraxelt, um auf den Weg zurückzukommen. Haben irgendwie noch den falschen Weg genommen und einen Franzosen im Bademantel getroffen. Am See bei zwei Steinbänken gefrühstückt. Nutella geht weg wie nix. Mal wieder Besuch von `nem Hund gehabt. Dem Weg gefolgt, der immer schmaler wurde und plötzlich ganz aufhörte. Aber was so ein echter Pfadfinder ist, gelle? Also Kletterpartie über die Felsen am Ufer. Teilweise war mir schon mulmig zumute, total ungeübt und dann noch mit dem dicken Rucksack…. Aber gut, es war kein allzu langes Stück und sogar unsere Fußkranken schafften es echt gut. Danach gab es eine kurze Pause, in der Sammy verschiedene Anwohner nach einem Supermarkt fragte. Wie man das kennt, je mehr man fragt, desto unterschiedlicher fallen die Antworten aus und dass sorgte für ordentlichen Diskussionsstoff. Da wir heute einen ruhigen Chill- Tag einlegen wollten, einigten wir uns schließlich darauf, noch drei km zu wandern und dann für den ganzen Tag Schluß zu machen. Da war es gerade mal 9.00 Uhr und alle rechneten damit, um 10.00, allerspätestens um 10.30 Uhr den Rastplatz erreicht zu haben. Wie gesagt, das war um 9.00. Um 10.00 Uhr waren wir laut der Karte ganz dicht vor der nächsten Lagermöglichkeit. Schade bloß, dass der Weg schon wieder im Wasser endete. Christoph, Sarah, Meta, Tim und ich warteten erst mal ab, denn von weitem sah es so aus, als ob es weiter hinten nicht weiter gehen würde. Es ging auch nicht weiter, aber dass störte anscheinend niemanden, denn wir sahen schon die ersten, die über die Felsen kletterten. Nun gut, erstmal gucken, ob sie auch um die Ecke weiterkommen. Immer noch machte keiner Anstalten, umzukehren und gerade wollten wir auch aufbrechen, als doch noch eine umdrehte: Sammy. Okay, schauen wir mal, was sie zu sagen hatte. Hier kommt ein Original- Zitat von Samantha: „Nee, also ehrlich Leute, ich hab` da kein Bock drauf. Das ist noch schwieriger zu klettern als vorhin und man weiß überhaupt nicht, wie und ob und wie weit das noch weitergeht. Die sind doch bekloppt.“ „Na gut,“ meldete sich Meta zu Wort „da oben war doch ein Weg, versuchen wir den mal.“ Gesagt, getan. Natürlich ging`s berghoch und Christoph erklärte sich netterweise bereit, vorzugehen und auszukundschaften. Unverrichteter Dinge kam er wieder. Der Weg ende vor einem verschlossenen Tor auf einem Privatgrundstück. Ein Blick auf die Karte zeigte, dass der nächstmögliche Weg einen Umweg von locker fünf km bedeutete. Oh- nö! Soll heißen: doch klettern. Quasi ohne zu murren (ähem, räusper) ging`s zurück und vorsichtig auf die Felsen. Diesmal war es wirklich viel schwieriger und dass es immer heißer wurde, machte die Sache auch nicht angenehmer. Für einmal um die Ecke rum brauchten wir `ne halbe Ewigkeit, von Sarah und ihren kaputten Füßen ganz zu schweigen. Ein, zwei Felsen bin ich entweder auf `m Arsch runtergerutscht oder auf nackten Knien hochgeklettert. Das war schon kein Spaß mehr und als von vorne die Aussage kam „hier geht’s nicht weiter, Meta schwimmt jetzt!“  war ich vollständig bedient. Dann hörte man von Yannick, der ja in der ersten Gruppe kletterte: „Kehrt um, hier wird es nicht besser!“ Irgendwie dachten wir, die anderen würden auch wieder zurückkommen und drehten um. Sarah rutschte mit ihrem Fuß noch in ein Loch, außer einem tüchtigen Schreck passierte ihr zum Glück nichts. Wir saßen dann erneut vor dem Privatgelände, als sich aufklärte, dass die anderen wohl doch weiter sind. Langsam gingen uns die Möglichkeiten aus. Sammy machte sich auf, bei den Häusern zu fragen, ob wir durch die Gärten dürften. Sie traf auf einen Schweizer: „Bonjour, blablabla…“- „Äh, du sprichst eigentlich kein französisch, oder? Englisch?“- „ Deutsch.“- „Ok, dann laß uns doch deutsch sprechen.“  Ok, geil! Jedenfalls meinte er, sein Grundstück ende da und da und wir kämen dann nicht mehr weiter. Und jetzt müsse er einkaufen fahren. Na toll. Immer noch große Ratlosigkeit. Dazu ging uns auch das Wasser aus, wir hatten noch eine 1,5l Flasche, nicht viel für fünf Personen und genauso viel km Umweg. Gerade fuhr der Schweizer in seinem fetten Auto nebst junger Freundin mit Prada Sonnenbrille an uns vorbei. Scheiße, der hätte uns ja auch mal mitnehmen können! Just in dem Moment dreht das Auto um und kommt zurück. Cool, er hat wohl doch Mitleid! Nee, er nicht, aber seine Frau. Es reichte zwar nicht, um uns zu fahren, aber immerhin hatte sie eine Idee, wie wir über ihr`s und das fremde Grundstück kommen könnten. Wir boten bestimmt ein komisches Bild, wie wir, stinkig und erschöpft (inzwischen war halb 12 durch) über dieses Riesen- Grundstück stapften, vorbei an Nobelvilla und Swimmingpool. Swimmingpool! Scheiße, wie gern wäre ich in dem Moment mal ganz aus Versehen ausgerutscht und in den Pool geplumpst! Wir kletterten über eine Mauer, kämpften uns durch`s kniehohe Gras und standen wieder vor einer Mauer. Dort sollten wir rüber und uns „einen Weg machen“. Leichter gesagt als getan, denn rechts ging es mal locker 50 m steil in die Tiefe und vor uns lag ein schier undurch-dringbares Dickicht aus mannshohen Gräsern. Da würden wir nie im Leben durchkommen. Also sind wir zum 100. Mal heute umgekehrt. Über den Hof an mindestens 5 fetten Schlitten von ihm vorbei, fragten wir, ob wir Wasser auffüllten könnten. Bereitwillig riß die Frau den Gartenschlauch- Anschluß auf. Bevor Christoph auch nur den Mund aufmachen konnte, um zu fragen, ob das auch Trinkwasser sei, hatten Sarah und ich bestimmt schon einen halben Liter von dem hastig aufgefüllten Wasser intus. Uns war alles egal! Mit Hammer- Hundeblicken sagten wir zu uns (eigentlich zu ihm): „Tja, jetzt müssen wir wohl doch die fünf km laufen.“ *fetter Gemeinschaftsseufzer* Voller Inbrunst sagte der Schweizer: „Ja, scheiße.“ Wir lachten alle freundlich, aber ich weiß, dass jeder von uns dachte: „Verdammt noch mal, jetzt fahr` uns doch endlich!“ Doch keine Chance, er wollte nicht. So fügten wir uns in das Unvermeidliche, bedankten uns artig und liefen los. Wohlgemerkt, die Sonne knallte auf uns herab wie in der Wüste! Hätten wir unser Wasser nicht auffüllen können, wir hätten bald Fata Morganas gesehen! Wir liefen und liefen und so schlecht war unsere Laune auch gar nicht. Lediglich als Tim sagte: „Na Gisi, dafür, dass das unser gemütlicher Tag werden sollte…!“ Da hätte ich ihn womöglich gerne ein kleines bisschen erwürgt. Zwischenzeitlich telefonierten wir mit Gruppe eins, alle waren heil angekommen und hatten ein lauschiges Plätzchen gefunden, wo sie sich ausruhten, denn auch die Kletterei war kein Zuckerschlecken gewesen! Doch die Ambronen wären nicht die Ambronen, wenn wir das nicht gepackt hätten! Und so kamen uns überraschend die Meta, Annika und Angelika und saufzie und Yannick entgegen, um uns die Rucksäcke abzunehmen. Herrlich! Ich hätte sie alle knutschen können. Unsere Träume ( im Scherz hatten wir vorher wirklich schon darüber geredet) waren wahr geworden! Jetzt brauchten wir nur noch zum Lagerplatz runterzuhumpeln, uns auszubreiten und zu schlafen. Vorher noch schnell Baguette gefuttert. Das war gegen 13.00/13.30 Uhr. Die Grillen waren hier so laut wie immer. Später kamen noch ein paar Jugendliche dazu, die ziemlich nervig, weil auch laut, waren. Gegen 17.00 Uhr sind saufzie, Meta, Christoph und Samantha los zum Einkaufen. Wir Zurückgebliebenen haben dann eine Suchaktion nach plumpsi und Tim gestartet. Die beiden waren schon vor einer ganzen Weile schwimmen gegangen und inzwischen nirgendwo mehr zu sehen. Nachdem wir die Abhänge hoch und runter geklettert sind und die Wege abgesucht hatten, konnte Annika Entwarnung geben: Die Zwei hatten sich ein ganzes Stück entfernt und Fische beobachtet! Fast schon romantisch. Zum Essen gab es Kartoffelpü, Erbsen und Wurzeln und Würstchen. Zum Nachtisch gab es franz. Kekse, die wegen ihres Geruches bald den Namen 4711- Kekse weghatten... Haben dann den Tag ganz gemütlich mit Rotwein ausklingen lassen.

Spruch des Tages:
    Der Schmerz ist dein Freund!!!


7. Tag, So., 22.07.07

Am siebten Tage sollst du ruh`n (oder tausend Schritte tun- dann lieber ersteres..) Deshalb standen wir heute auch erst eine Stunde später auf. Außerdem war die geplante Strecke für den Morgen nur 5 km lang. Die meisten hatten gut geschlafen und es gab nur ein, zwei Mückenstiche insgesamt zu beklagen. Also mehr oder weniger flott ging es los (selbst die mit den kaputten Füßen sind schneller als ich. Richard, einer von denen, die eher vorne zu finden sind, fragte gestern, „wem gehört denn eigentlich dieser Rucksack, den hab ich hier noch gar nicht gesehen.“ - Ja, schon klar, es war mein Rucksack). Wieder einmal ging es in vielen Windungen den Berg hinauf. Grade als in mir der Verdacht aufkeimte, Christoph würde uns schon zu unserem Nachtlager führen, denn das wären nur noch mal drei km zusätzlich gewesen, bogen wir rechts runter zum See ab. Der Platz war nicht so super, es stank ab und zu ganz schön ekelig und müllfrei war es auch nicht, dafür aber direkt am Wasser. Es gab noch Streit zwischen uns, denn Annika, Samantha und Angelika fanden den Platz voll scheiße und wollten weiter. Doch laut der Karte gab erst mal nichts besseres, und da wir ja Rücksicht auf unsere Fußkranken nehmen wollten, hatte sich die Diskussion schneller erledigt, als man „Egoismus“ sagen kann. Zum Frühstück gab es wie immer Weißbrot in Stangenform. Nun ja, 3 Tage altes Baguette ist mehr Stein als Brot, und so tunkte Sarah ihr Nutellabrot sogar in Brausetablettenwasser, um es etwas weicher zu kriegen…Ähh, pfui. Noch schlimmer: Für eine Mahlzeit hatten wir noch Baguette über!  ?
Den Tag verbrachten wir mit Wunden lecken und erholen. Gekocht haben Yannick, saufzie, Christoph und ich Nudeln in Tomatensauce mit Schinkenwürfeln. Saufzie und ich haben uns an den Steinen im See noch die Fußsohlen aufgeschnitten, als wir zusammen mit Meta im See baden waren, das war ganz schön schmerzhaft. Dann machten wir uns auf Richtung St. Chamas, was wir schon auf der anderen Seite des Sees sehen konnten. Wir watschelten also ganz gemütlich die Straße hinunter, als uns von der Seite ein fetter Wasserstrahl traf! Was war das? Eine Gruppe von Feuerwehrleuten hatte uns schon von weitem erspäht und den Streich ausgeheckt. Wir quatschten noch `ne Weile und machten Scherze mit ihnen, es wurde viel gelacht, auf jeden Fall. Total ausgelassen zogen wir weiter und bewunderten diese schöne Stadt. Sie war alt, bestimmt über 200 Jahre. Urige kleine Häuser mit bunten Fensterläden schmiegten sich dicht an dicht in den verwinkelten engen Gassen aneinander. Sammy fotografierte sogar in ein Wohnzimmer hinein, in dem die Wände aus großen, unverputzten Steinquadern bestanden und eine Omi mit schlohweißen Haaren saß. Unseren Schlafplatz fanden wir diesmal auf einem Parkplatz am Hafen, direkt neben einer Parkanlage. Ich war ja dafür, auf dem Rasen zu pennen, doch saufzie meinte, das sei immer recht heikel, gerade auch, weil die Anlage sehr gepflegt aussah. Also ließ ich mich überzeugen, auf dem Asphalt zu schlafen. Warum das noch wichtig werden sollte- nun, davon später. Obwohl die meisten noch aufgedreht waren und noch mal in die Stadt reinwollten, beschlossen wir, wir hätten genug Aufsehen erregt und sollten lieber für uns bleiben. So wurde noch Dalmuti gespielt, gelesen oder einfach früh geschlafen. Die Hofschneiders wussten wohl nicht so genau, wohin mit der überflüssigen Energie und haben auf dem Kinderspielplatz nebenan in einer Eisen- Halbkugel so was wie American Gladiators gespielt…Das restliche Baguette haben wir übrigens nicht mehr gegessen, es war lediglich gut als Laserschwert- Ersatz *prügel*
Gute Nacht für heute, morgen wollen wir ein bisschen ausschlafen, da wir ja eh direkt in der Stadt sind.

Fazit des Tages:
Wenn du denkst, es passiert nichts mehr, kommt von irgendwo ein Feuerwehrmännchen her!   



8. Tag, Mo., 23.07.07

*schnarch, schnarch, ratzepüh*      *fft, fft,fft* ---
„AAH!! Wasser!!! Schnell, Leute, weg hier!“ Raus aus den Klamotten, schnell Kohtenbahnen drei Meter weg ziehen, wieder rein in die Klamotten und verschlafen in die Runde fragen, was da grad passiert ist. Da haben die doch tatsächlich Rasensprenger in den Rasen eingebaut, die sich morgens automatisch hochfahren und anfangen zu sprengen. Das war um 6.30 Uhr. Auschlafen, nä? Wir wollten doch heute erst um halb acht aufstehen! Naja, wat`n Glück, dass wir nicht auf dem Rasen gepennt haben, da wären wir bestimmt nicht so trocken davon gekommen…Meta packte einfach schon mal ihre Sachen und zog los, sich die Stadt anzusehen, während der Rest es vorzog, in den Schlafsäcken noch vor sich hin zu dösen.
8.20 Uhr: Wir befinden uns auf einem Platz gegenüber von „Casino“. Das heißt, plötzlich wollten alle freiwillig einkaufen. Wenn der Elan auch mal so groß wäre, wenn der nächste Laden drei km entfernt ist! Wie dem auch sei, wenn acht Leute einkaufen, heißt das nicht, dass sich auch acht Leute um den Gruppeneinkauf und Überlegungen um das Mittagessen kümmern und so lief der Einkauf super chaotisch. Jaaja, aber meckern, wenn das Essen später nicht nach dem Geschmack ist…
Nachdem ich den Ladenbesitzer für Uschi nach Strom für seinen Akku gefragt habe (warum lernt man in der Schule Wörter wie „Akku“, „Strom“ und „Steckdose“ eigentlich nicht?), ging`s auch schon bald an`s Frühstücken. Lecker ham ham, wie immer mit Baguette, aber diesmal frisch und nicht drei Tage alt! Danach ging noch mal die ganze Meute zur Touri- Information, und auch diesmal nicht ohne Hintergedanken, denn Christoph meinte, dort gäbe es ein Klo…Gab`s leider nicht, dafür aber ein öffentliches Klosett, direkt an dem Platz, wo wir gefrühstückt hatten. Haha. Also wieder zurück. Und tatsächlich, sah zwar ober eklig aus, funktionierte aber und war umsonst. Natürlich bildete sich gleich eine lange Schlange und nach einer halben bis dreiviertel Stunde waren auch endlich zehn Leute durch mit Kacken und wir konnten los. Ab durch die Stadt, schnell noch ein Touri- Gruppenfoto unter so `nem Bogen und weiter an der Straße lang. *taps, taps, taps*   “Oh, Tor!”
“Oh, Tor zu!” Na klasse, das fängt ja gut an. Anscheinend waren wir vor so `ner Art Park gelandet. Öffnungszeiten: Mittwochs und jeden dritten Sonntag im Monat. Hä? Die Franzosen haben doch ein` an der Klatsche! Wenn man vom Teufel spricht (kommt er auch schon angehüpft…) Also jedenfalls kam grad einer im Auto angetuckert. Er verklickerte uns, dass es verboten sei, da durchzugehen, es sei denn, wir hätten eine „autorization.“  Jeder Gang macht schlank und so immer schön an der Straße entlang- zurück. Gefühlte eintausend km später (ein Glück waren ein paar Wolken vor der Sonne, es war schon wieder fast Mittag), sah ich, wie sich vor mir alle an den Straßenrand plumpsen ließen. Naja, fast alle, die Hofschneiders hatten uns abgehängt und nie zurück geguckt. Pech, wer nicht hören will, muß fühlen und so gab`s nur zu 10nt `ne Pause. Mal wieder wurde es dringend Zeit, einen Platz für die Mittagsruhe zu finden. Wir hatten dasselbe Problem wie schon so oft: überall Zäune und Privatgrundstücke. Ich glaube, wenn man sich hier ein Haus kauft, kriegt man keinen Gartenzwerg dazu, sondern 100 m2 Zaun, nicht zu vergessen das rote „Interdit- Privée“- Schild! Irgendwann krüppelten wir von der Straße runter an den See und legten uns auf den nächsten brach liegenden Acker. Der fast einzige Schatten war hinter drei m hohen Bambushecken zu finden. Die und ein Erdwall hielten nicht nur die Sonne, sondern leider auch den Wind fern. So war es trotzdem schweineheiß. Das besserte die Laune nicht gerade, auch nicht, dass man nicht in den See konnte, weil es viel zu stürmisch war. Das muß man sich mal vorstellen, Sturmwind, und wir kriegen so gut wie nix davon ab und liegen sozusagen im eigenen Saft. Pfui! Zu allem Überfluß kam auch noch der Besitzer vorbei: „Ohoho- C`est interdit- privée!“ Argh! Fast alle schliefen und so fiel mir die ehrenvolle Aufgabe zu, ihn zu beschwichtigen. Die Sonne wäre so heiß und in ein, zwei Stunden wären wir wieder weg, kein Camping und so. Das wichtigste war ihm und seiner Frau wohl, dass wir da nicht schliefen und so duften wir gnädigerweise für „ein, zwei Stunden“ bleiben. Kochen wollten wir jetzt hier nicht mehr, d. hieß, um fünf schon wieder Zelte abbrechen. Gerade kam der Aufruf zum Packen, als Christoph aus den Büschen kam. Mit einem Franzosen im Schlepptau!? Ehrlich, noch während Puschbär beim Pinkeln war, schnackte ihn dieser Typ an, völlig hemmungslos! Auch sonst war er eher aufdringlich und nervig und der Vergleich mit unserem Bushaltestellen- Kay H. lag irgendwie nahe. Lediglich als er fragte, ob Meta unsere Mutter- Nö- dann sicherlich unsere grand mère, Großmutter, sei, sorgte dass für Lacher.
Und weiter. Immer noch Straße. Wir entdeckten eine alte Ruine am anderen Straßenrand, die plumps und ich auskundschafteten, ob sie für ein Nachtlager geeignet sei. Nachdem wir uns durch ein Dornengebüsch gekämpft hatten, dass Dornröschens Schloss alle Ehre gemacht hätte, sahen wir, dass hier nichts mehr zu machen war. Ein bisschen kletterten wir noch in den Trümmern herum, das machte echt Spaß. Nur als Yannick dann über eine fast gar nicht mehr vorhandene Treppe nach oben in den 1. Stock kraxeln wollte, hab ich ihn doch lieber zurückgehalten. >Bitte, dass ich dir dein Genick gerettet habe… Eindeutig zu waghalsig der Junge. Er spricht heute noch mit einer Begeisterung von der Klettertour über die Felsen, dass es mich schüttelt! ?
Später kamen wir an einem Schloß vorbei, was sich als Schlafplatz angeboten hätte. Wenn wir einen Besitzer gefunden hätten, der uns das erlaubt hätte… Sarah und Sammy haben ganz schön lange gesucht, keine Chance! Zwischendurch kam einer, der, wie wir später vermuteten, Anwohner war und mit dem sich Annika und ich unterhielten. Was sagte er uns? „C`est interdit!“ Natürlich, was denn sonst. Seinetwegen dürften wir aber in dem klitzeklitzekleinen Briefkastenhäuschen nebenan, voll mit vielen, vielen Spinnentierchen, schlafen. Es war zwar überdacht und auch einigermaßen nett gemeint, aber ein bisschen eklig. Hab ich schon erwähnt, wie winzig es war? Also erst mal weiter. Alle waren richtig bedient von diesem blöden Tag und als wir an einen Parkplatz am Rand der Straße kamen, wurde er von der Mehrheit als Schlafplatz angenommen, auch wenn er steinig, trocken und sehr staubig war. Gegenüber war ein Weinfeld, in dem gleich Yannick, Marvin und Richard verschwanden. Um Saft zu pressen. Ja klar. Ihr seid doch bekloppt!
Die Mädels haben heute gekocht: Reis mit Mais, Paprika und Tomaten. War auch ganz lecker, vielleicht ein bisschen zuviel Pfeffer, aber das machte gaaanz viel Ketchup wieder gut. Dann verschwanden auch die drei Mädels und Tim im Feld, wegen Saft- jaja! Saufzie, Christoph, Yannick und ich feierten Bergfest mit einem Desperados. Meta, Sarah und Marvin setzten sich zu uns und wir diskutierten über Gott und die Welt, aber vor allem über Amerika. Übrigens sagte die Frau an der Touri- Information, dass es in nächster Zeit kein Regen, nur mehr Wind geben würde. Haha, grade den letzten Schluck ausgetrunken, als Sarah sagte: „Ich glaub, ich hab einen Regentropfen abgekriegt.“ Och nö! Sicherheitshalber breiteten wir die Ponchos über uns und legten uns bald darauf schlafen. Und weil der Tag eh schon irgendwie kacke gelaufen war, war es auch keine Überraschung, als es tatsächlich mitten in der Nacht anfing zu pladdern.

Fazit des Tages:
Hier gibt es zu viele Zäune und zu viele Schilder.


9. Tag, Di., 24.07.07

Noch ein bißchen vergrätzt vom gestrigen Tag und der Nacht wachten wir auf. Annika und ich waren an den Füßen ein wenig naß geworden, aber sonst hatten sich alle gut und rechtzeitig vorbereitet. Saufzie hatte schlecht geschlafen, genau als es regnete, mußte er pinkeln. Er wühlte sich also raus und stand prompt im Scheinwerferlicht eines Lasters, der gegenüber parkte und ihn voll blendete. Macht Spaß, im Regen halb blind eine Ecke zum Pinkeln zu finden, die nicht von `nem LKW voll ausgeleuchtet wird! Noch während saufzie diese Geschichte erzählte, wollte er sich eine Zigarette anzünden. Die Betonung liegt auf „wollte“, denn sein Feuerzeug ging nicht mehr. Christoph, der schräg hinter uns lag, hatte alles mitgekriegt und mußte noch einen drauf setzen, indem er anfing zu trällern:
„Ein schöner Tag-
die Welt steht still- ein schöner Tag-
komm` Welt, laß dich umarm`
ein schöner Tag…..“
Ich kann verstehen, dass saufzie ihn mit dem (kaputten) Feuerzeug beschmiss, aber es war echt sau witzig!
Irgendwann kam wieder die Frage: „Woll`n wir?“ Also außer Meta, die wie immer schon seit `ner halben Stunde auf gepackten Koffern sitzt, will keiner. Aber alles Jammern nützt nix, los geht`s. Auf zur Olivenstadt (La fare des oliviéres oder so), in der wir bald an einen riesigen Supermarkt kamen. Erst mal Baguette gekauft und gefrühstückt, quasi direkt vor den Türen des Paradieses. Ich muß nicht extra sagen, dass wir auch heute viele fleißige Einkaufshelfer hatten…Obwohl der Morgen kalt angefangen hatte, war es jetzt schon total heiß. Wir wanderten noch bis zum Ende der Stadt und fanden einen einigermaßen passablen Platz abseits der Straße. Eigentlich  waren wir schon wieder dabei, uns in eine endlos- Diskussion zu verstricken: Weitergehen oder bleiben, weitergehen oder bleiben, ojemine…  Christoph ging einfach und das war unser Glück. Nur 50m weiter gab`s einen sehr, sehr geilen Platz. Ein oller Acker aber mit tollen Bäumen zum drunter legen und- Wasser! Schön! Etwas oberhalb nämlich, hinter den Bäumen und vor einer Bambushecke, verliefen ein kleiner, schmaler und ein großer Bewässerungsgraben. Total genial, der Lütte eignete sich super zum Füße baden und der andere sogar zum reinsetzen. Fast sofort begann die große Waschorgie. Körper, Haare, Zähne, Klamotten, alles wurde gründlich gereinigt. Irgendein Schlaukopf sagte noch: „Seid vorsichtig am Rand, hier geht’s tiefer runter als es aussieht.“ Wie immer gibt’s dann auch den Trottel, der sagt: „Jaja, passt scho“, sich seinen einzigen Satz Wechselkleidung unter den Arm klemmt, das Bein ins Wasser streckt, feststellt -scheiße-/ -platsch- . Ähem, der Trottel war ich und was soll ich sagen: Passt scho! Jedenfalls tat es verdammt gut, sich mit richtigem (Süß)wasser und Seife zu waschen. Dazu war es noch sehr erfrischend und es macht natürlich auch Riesenspaß, in der großen Runde zu plantschen. Irgendwann kam ein Auto angefahren und ein Bauer stieg aus. Die im Wasser gingen vorsichtshalber auf Tauchstation und wir machten uns schon auf Ärger gefasst. Der Nächste, der uns was von Privatgrundstücken erzählt. Weit gefehlt! Der Typ taperte zum Kofferraum, zog Gummistiefel und Spitzhacke heraus, lächelte uns zu, watschelte über die Felder und fuhr dann wieder. Diese Prozedur wiederholte sich noch zwei, dreimal und jedes Mal interessierte er sich nicht die Bohne für uns. Zum Glück, denn der Platz war spitze! Wir verbrachten den Nachmittag sehr entspannt: schlafen, lesen, noch mal einkaufen, dalmutieren (wie Yannick immer sagt), Gemüse schnibbeln und zwischendurch immer mal wieder plantschen. Sehr harmonisch, bis-----
Bis die Jungs Angelika entdeckten, die sich die Augenbrauen zupfte( bitte fragt euch nicht, warum man so was auf einer Sommerfahrt machen muss). Oh Oh…Es dauerte nicht lange, da hatten besagte Kerle dieses Folterinstrument der modernen und angeblich zivilisierten Gesellschaft in den ungeschickten Flossen. Schon gellten die ersten Schmerzensschreie durch diese einst so friedvolle Atmosphäre. Jaa, Schmerz macht frei! Wer die männlichen Ambronen ein bißchen kennt, kann sich vielleicht vorstellen (muß es aber nicht), wo überall Haare ausgerissen wurden. Angefangen bei den Augenbrauen, über die Brust bis hin zu den Nippeln… Autsch! Bekloppte Bande.  
Zum Mittach gab es gebratene Würstchen und Pellkartoffeln á la saufzie, dazu Tsatziki von Christoph. Den Gurken- Tomatensalat steuerten Sarah und ich bei. Wirklich gelungenes Essen. Schön lecker Müsli gab`s zum Abendbrot.
Auf der Suche nach einem Schlafplatz gingen wir diesmal nicht an der Straße, sondern durch ein Waldgebiet, wofür wir auch einen Umweg von ca. einem Kilometer in Kauf nahmen. Die Gegend hier wird immer grüner. Wenn die Landschaft in den ersten Tagen vor allem grau und trocken aussah, dominieren jetzt bewaldete Berghänge (Laubbäume, oh wie schön) die Aussicht. Der letzte Kilometer war dann doch noch mal Straße. Das Wetter ist übrigens momentan heiß, aber windig und deshalb ok. Kaum von der Straße runter, standen wir natürlich prompt auf einem Privatgrundstück, nebst schon mehrmals erwähntem Schild. Daraus machte die Frau, die dort wohnte, auch keinen Hehl, denn das Erste, was sie uns um die Ohren knallte, war: „Ah, ihr sucht wohl etwas, denn sonst würdet ihr wohl kaum auf meinem Privatgrundstück rumlaufen!“ Ab da hab ich nicht mehr zugehört. Wir gingen also zur Straße zurück und standen alsbald vor mehreren Häuserruinen. Christoph checkte die Lage und bedeutete uns rüberzukommen. Wir packten uns gleich dahinter auf einen kleinen ausgetretenen Pfad und bereiteten unsere Nachtlager vor. Von der Straße konnte man uns nicht sehen und alles wirkte so, als seien wir hier völlig ungestört für die Nacht. Perfekt. Yannick, Marvin, Angelika, saufzie und ich machten noch einen Streifzug durch die verfallenen Häuser. Wir malten uns aus, welche Menschen hier wohl früher gelebt haben und wie es zu dem Verfall kam. Total spannend.
Eigentlich wäre an dieser Stelle der Tag zu Ende. Eigentlich. Wenn wir nicht Angelika geschickt hätten, um auszukundschaften, wann der Supermarkt, eine Autominute entfernt, am nächsten Morgen zwecks Baguettekauf aufmachen würde. Nach `ner halben Stunde war sie nämlich immer noch nicht wieder zurück und es wurden zwei Suchtrupps gebildet, da es wohl zwei Wege zum Supermarkt gab. Einen Weg nahmen Christoph und Tim, den anderen gingen saufzie und Yannick. Tolle Idee, nach einer halben Ewigkeit war immer noch keiner von den fünf wieder aufgetaucht und wir fingen an, uns richtig Sorgen zu machen. Bis der erlösende Anruf von Tim kam, sie hätten Angelika gefunden und kämen jetzt zurück. Klack, aufgelegt. Hallo? Und saufzie und Yannick? Hhm, warten. Etwas später tauchten zwei Gestalten in der Dunkelheit auf: Saufzie und Yannick. Ich erzählte was ich wusste und wir beschlossen, bei Christoph anzurufen, denn inzwischen waren die drei echt überfällig. War am Ende doch noch was passiert? Der Anruf klärte, dass Christoph und Co am Markt auf saufzie und Yannick warteten. Ups, das war wohl ein Missverständnis. Obwohl ihnen die Füße qualmten, gingen die zwei den drei entgegen, die, jetzt aber wirklich, endgütig auf dem Rückweg waren. Nach einer schier endlos langen Zeit kamen schließlich alle fünf zusammen und wohlbehalten wieder. Doch was war eigentlich passiert? Das Ding war, dass der supermarché etliche Kilometer entfernt lag. Angelika (in ihren Schlaf- Boxershorts), sehr pflichtbewusst, lief und lief und lief. Sie war auf dem Rückweg, als sie Christoph und Tim traf. Weil ja ausgemacht war, sich am Laden mit Plumps und saufzie zu treffen, musste sie allerdings mit den Jungs wieder zurück laufen. Yannick und saufzie unterdessen liefen Meile um Meile in der Dunkelheit, unentwegt Angelika beim Namen rufend. Es war ganz schön gefährlich, denn die Autos nahmen keine Rücksicht und brausten dicht an ihnen vorbei. Zurück bei uns warfen sie einen Blick auf die Karte und rechneten aus, dass jede Gruppe heute locker vier Kilometer zusätzlich gelaufen war. Die Karte offenbarte, was vorher nicht klar war: Die Wege führten voneinander weg. Das Schild meinte mit den zwei Pfeilen nicht zwei Wege zu einem Supermarkt, sondern, die Pfiffigen unter uns haben`s schon erraten, zwei Wege zu zwei verschiedenen Supermärkten!! Naja, die Geschichte war ja jetzt überstanden und wir konnten schlafen gehen.

Fazit des Tages:
Die Regel „nur zu dritt“ hat heute an Bedeutung gewonnen.


10. Tag, Mi., 25.07.2007

Ziemlich gerädert fühlten sich die meisten, als sie von Meta geweckt wurden. Wahrscheinlich brauchten wir deshalb so lange um in die Gänge zu kommen, um genau zu sein, anderthalb Stunden statt der üblichen 30 Minuten… Wir marschierten im Schatten eines riesigen Massivs die Straße entlang, was recht angenehm von der Temperatur her war. Ach ja, gestern mussten wir die restlichen Baguettes leider wegschmeißen, weil sie die ganze Zeit in der Sonne gelegen hatten und voller Ameisen waren. Deshalb zogen Yannick, Tim und ich heut morgen los, um neue zu kaufen. Wir standen also in der Backstube und bestellten 12 franz. Weißbrote. Der gehetzt wirkende Bäckergeselle riß entsetzt die Augen auf: „Douze?“ („Zwölf?“) Wir: „Oui, douze.“ („Ja, zwölf“) Ich dachte, gleich springt der Junge aus Verzweiflung in seinen Ofen (der letzte macht die Tür zu ;-))
Dabei sind 12 doch noch nich mal viele, wir haben schon über 30 auf einmal gekauft! Jedenfalls wollte ich mit dieser kleinen Geschichte am Rand darauf hinweisen, dass wir unsere Baguettes bekommen und zwischendurch gefrühstückt haben. Den Rest mach ich kurz.
Sage und schreibe 8 (Acht!) Kilometer haben wir bis zum Aquädukt, unserer Stelle für den Mittagsplatz, abgerissen.  
(Is schon mal jemandem aufgefallen, dass ich immer Äquadukt gesagt und auch geschrieben habe?) Jedenfalls, wenn mir dass einer heut morgen mit den 8 (Acht!) km gesagt hätte... Dafür war der Platz wirklich schön. Im Schatten des gewaltigen Äquadukts (da, schon wieder), nebenan ein Fluß und Bäume, in die wir unsere Baguettes reinhängen konnten. Jaja, soll man keiner denken, wir lernen nicht aus unseren Fehlern! Wir bewunderten den ganzen Tag, oder zumindest die Zeit, als wir da waren, dieses riesige Bauwerk und fragten uns, wie die ollen Römer das wohl zustande gebracht haben, so ohne modernes Werkzeug und so und wie lange sie daran gebaut haben. Kurz bevor wir unsere Sachen packten, kam Christoph und zerstörte unseren naiven Blickwinkel auf die Welt. Er hätte an einer Schautafel gelesen, dass das Aquädukt von 1800 schieß mich tot sei. ??? Tjahaha, nix mit de alte Römers, die Stadt Marseille hatte da die Finger drauf! Das Äqu, sorry, Aquädukt war nach wie vor gigantisch , aber ein bißchen verarscht kamen wir uns schon vor!
Sonst war am Vormittag nicht viel los, einige gingen baden oder schmökerten in ihren Büchern. Gegen Mittag kochten die Mädels Nudelmatsche mit Tomaten, Mais und wer mochte, mit Dosenfleisch. Hört sich nicht so an, war aber lecker. Nach dem Abwasch, danke Meta, ging`s weiter. Wir kamen noch mal an dem Restaurant/ Hotel vorbei, in dem Sarah, Marvin, Richard und ich Wasser geschnorrt haben und total nette Leute getroffen hatten. Leider war dann die Straße, die wir eigentlich nehmen wollten, wegen Straßenbauarbeiten gesperrt und wir mussten kurzerhand völlig umdisponieren. Nach mehreren Kilometern kamen wir an eine Kreuzung. Yannick ging vor, um einen Schlafplatz zu suchen. Nach ziemlich langer Zeit war er immer noch nicht wieder zurück. Hhm, wo hab ich das bloß schon mal gehört? Meta fragte mich schon, ob ihm jemand gesagt hätte, dass er keinen Supermarkt finden soll… Wir schlugen den anderen vor, auf den Hubbelplatz zu gehen, den Christoph 50m die andere Straße runter ausgeguckt hatte. Denn selbst wenn Yannick einen guten Platz gefunden hätte, wäre er mit Sicherheit zu weit weg, als dass wir ihn noch vor Einbruch der Dunkelheit erreichen würden. Einer könnte ja hier auf den Hofschneider warten. Doch Entscheidungen zu treffen ist schon gar nicht so einfach, vor allem, wenn man keine Meinung hat. „Och- is mir egal“ oder „Oh nö- laß doch hier warten, is doch sonst scheiße.“ ??? Super Argument. Und so stichhaltig. Das Ende vom Lied war natürlich, dass Yannick keinen guten Platz fand und wir auf Puschbärs umgepflügten Acker pennten. *Seufz* Ham wir ja gesagt…

Fazit des Tages:
Nicht alles ist so, wie es scheint…


11. Tag, Do., 26.07.07

Huhu, das war ein Acker, richtig schön mit dicken tiefen Furchen. Dementsprechend langsam kamen wir auch heute wieder aus den Federn (gab es schon einen Morgen, an dem es anders war?) Es war schweinekalt, was die Jungs dazu brachte, in alten Erinnerungen zu schwelgen. Christoph: „Damals `44, da war dat chenauso kalt, weeßt du noch?“ Saufzie: „Jo, et war Heilichabend , wir hatten nix zu fressen und mussten an unsren Schuhsohlen nagen`, um überhaupt watt in Bauch zu krieg`n!“ So ging das weiter und ich konnte bald nicht mehr vor Lachen. Aber es ging noch weiter. Christoph hat versucht, Yannick den Schlafsack zu entreißen, weil er nicht aufstehen wollte (der andere Hofschneider schlief übrigens auch noch). Bei dem Versuch, sich zu wehren, verbiß sich plumps so richtig in seinem Schlafsack. Die beiden rangelten ordentlich rum und saufzie und ich sagten grade gleichzeitig: „Pass auf, gleich reißt er.“ „Ratsch“ schon passiert. *Hihi*
Bevor wir auf die Straße kamen, mussten wir noch schnell einen drei Meter tiefen und fünf Meter breiten Wassergraben überwinden. Mit Piranhas drin, jaja! Und dann kamen auch noch sechs Krokodile angeschwommen! Doch das war unser Glück, denn die grünen Großmäuler fraßen die Monsterfische auf. Danach waren sie so voll gefressen, dass sie sich nicht mehr rühren konnten. So sind wir ganz gemütlich über die Kroko- Rücken spaziert. (für die Spaßbremser und Fantasiehasser unter euch-wird wohl keiner sein, oder?) Ja, alles erstunken, nur den tiefen Graben, den gab`s wirklich) Jedenfalls ging`s dann weiter an der Straße entlang, an Bahnschienen vorbei, bis wir in das kleine Dörfchen „Les Milles“ kamen. Wir stampften bis zu einem großen Sportplatz, den wir zu unserem Pausenplatz erkoren. Gerade wackelten wir den Weg runter, als uns ein Mann entgegen kam. Privatbesitz- Jaja, die Leier kennen wir schon, sollen wir gleich umdrehen?  Aber gar nicht! Es stellte sich heraus, dass er auch ein Pfadfinder war und dazu ein Musterbeispiel an Freundlich- und Nettigkeit. Dieser Mann bot uns gleich einen Platz im Schatten an und meinte, wir dürften so lange bleiben, wie wir wollten und auch „Vous voulez prendre la douche?“ („Möchtet ihr duschen?“) So viele begeistert nickende Köpfe hat man selten gesehen! Wir haben uns natürlich riesig gefreut und uns tausendmal bedankt. Als wir dann frühstückten, kam er noch mal und rief schon von weitem: „Kaffee! Wollt ihr Kaffee? Zucker gibt`s auch.“ Was für eine Gastfreundschaft! Für uns war klar, dass wir ihm was zurück geben wollten und so kaufte das Einkaufsteam im Shoppingcenter (so groß wie CITTI) gegenüber eine Schachtel Pralinen. Dazu überreichten wir ihm unser Halstuch und das Halstuchding von Tim mit Kreuz auf der Weltkugel. Ich glaube, er hat sich auch ehrlich darüber gefreut. Den Tag verbrachten wir teilweise im besagten Shoppingzentrum, mit lesen, Basketball spielen (den hatten wir auch von dem netten Mann geschenkt gekriegt- das ist jetzt Ambroni, unser Stamm-Ball), dalmutieren, schlafen, duschen-oh schön- und kochen. Es gab Gurke- Tomatensalat, Reis, Gyros und Tsatziki. Zwischendurch noch Wassermelone und Ananas und zum Mittag Müsli. Solche Tage sind vergleichbar mit einem Aufenthalt in einem Fünf- Sterne- Hotel mit Wellnessbereich. Das Geile war auch noch, als saufzie mal AA machen mußte. An sich nichts Besonderes, könnte man meinen, aber wartet mal ab. Er ging Richtung Toilettenhaus, abgeschlossen, er kann kein Wort französisch. Der Mann war grade da, sah ihn an, packte sich mit den Händen an den Allerwertesten und fragte: „Du Kacka?“ Saufzie nickte nur und er holte den Schlüssel. Sehr geil!
Ich muß auch noch von Uschi erzählen. Uschi hat nämlich seit Tagen sogenannte Flitzekacke- Durchfall. Nachdem er sich Kohle- und Durchfalltabletten reingeschmissen hatte, aß er ganz normal weiter. Wurde davon natürlich nicht besser und so wurde er zu Schonkost verdonnert. Netterweise haben ihm die Einkäufer Zwieback mitgebracht. Leider war dieser Zwieback mit Kümmel gewürzt und, man halte sich fest, Senf. Igitt, voll eklig! Er saß da also angewidert vor seiner Zwieback- Milch- Matsche und von allen Seiten hagelten die Sprüche auf ihn nieder. War ein bißchen fies, aber lustig. Nach dem Essen nahmen wir unsere Sachen und drehten dem Platz den Rücken zu, auf dem wir so eine tolle Gastfreundschaft erfahren hatten. In Richtung Schlafplatz ging`s noch mal ganz schön berghoch, immer an Privathäusern vorbei. An einem Haus (geschätzte 800 m von der Pforte bis zur herrschaftlichen Haustür) fragten Sammy und Yannick, ob wir in dem Wäldchen nebenan schlafen dürften. Antwort: Es gehöre ihm nicht und er hätte keine „autorization“, uns das zu erlauben. Grgh! Sind denn die Franzosen alle gleich? Ach ja, Christoph hat noch vorgeschlagen, Plumps ein Abzeichen mit den olympischen Ringen zu schenken. Er ist immer an vorderster Front dabei, wenn es darum geht, etwas auszukundschaften, einzukaufen oder wonach zu fragen. Und das, obwohl er so gut wie kein Wort französisch kann! Motto: „Dabei sein ist alles.“ Überhaupt, habt ihr mal gehört, wie Yannick „Bonjour“ („Guten Tag“) sagt?“ Es hört sich an wie ein „Moin Moin“ auf französisch: „Bongschur!“- mit einer Kodderschnauze wie auf dem Hamburger Fischmarkt. Total witzig!“



Fazit des Tages:
Kümmel- Senf- Zwieback. Schnecken. Froschschenkel. Jaja, die Franzosen sind echte Feinschmecker!





12. Tag, Fr., 27.07.07

Auf, auf, Kameraden, es ist schon hell! Wir stolperten durchs Gebüsch auf die Straße und folgten ihr bis Aix-en-Provence. Laut der Karte war es die größte Stadt, in der wir bisher waren und wir wollten heute einen Shopping- Tag einlegen. Leider gab es in der ganzen Stadt keine Schließfächer und so suchten wir uns, nach einem Frühstück und einem Besuch der öffentlichen Toilette am Bahnhof einen schattigen Platz. Wir wollten uns in zwei Gruppen aufteilen, während der eine Teil bummeln ging, passten die anderen auf die Rucksäcke auf. Viel Besonderes gibt es auch nicht zu erzählen, es waren 40°C in der Sonne, bislang wahrscheinlich der heißeste Tag in den zwei Wochen, die wir schon hier sind. In Kiel soll es zeitgleich übrigens die ganze Zeit regnen… Außerdem trafen wir, besser gesagt, sie trafen uns: „Ah, scouts!“ Von da an blieben sie so lange, bis sie nervten. Ich rede von dem Clown und seiner Gefährtin, wobei Clown sowohl im wörtlichen als auch im übertragenden Sinne gemeint ist. Es waren zwei junge Menschen, ein Mann wie gesagt als Clown verkleidet und seine Freundin mit Gitarre und Flöte. Es war ganz schön chaotisch, sich mit ihnen zu verständigen, ein Kauderwelsch aus französisch, englisch, spanisch und einem Brocken deutsch: „Guten Tag!“ Später waren wir uns uneinig, ob sie aus Südamerika kamen oder aus Spanien, auf jeden Fall tingelten sie wohl durch die Welt und verdienten ihr Brot mit Clownereien und Musik. Zwischendurch waren sie ein bißchen übereuphorisch, aber eigentlich sehr nett und –interessant.
Am Ende des Tages, so war es abgemacht, wollten wir essen gehen. Christoph machte bald ein nettes Restaurant aus, indem man uns nicht nur bediente, sondern auch noch einen Platz für unsere Rucksäcke fand. Es war ein regelrechtes Abenteuer, die französische Speisekarte zu übersetzen, doch die Bedienung half, wo sie konnte, mit englisch aus und soweit ich weiß, hatte niemand am Ende etwas völlig anderes , als was er erwartete…
Mein Essen jedenfalls war riiichtig lecker und als die halbe Meute (nach-einander) noch mal auf der einzigen Toilette war, sahen alle ziemlich zufrieden aus.
Ewas langsamer als sonst wanderten wir an der Straße entlang Richtung Schlafplatz. Der war auch bald gefunden und wenige Zeit später senkte sich die Nacht auf uns hernieder.

Fazit des Tages:
Es stimmt: Essen hält Leib und Seele zusammen!  

13. Tag, Sa., 28.07.07

Heute fiel das Aufstehen nicht so schwer (hört, hört, es geschehen noch Zeichen und Wunder) denn wir wollten einen „jeder macht was er will-Tag“ einlegen. Und so wanderte Meta nach dem Frühstück in die Berge, die Mädels shoppten in der Stadt, der Rest verbrachte den Tag unter den Ponchos/Sonnensegeln (was mir nicht viel brachte, denn ich habe den schlimmsten Sonnenbrand aller Zeiten an den Beinen- auweh). Wir damutierten, faulenzten, schliefen, lasen, teilweise kauften wir ein und/oder kochten. Es gab Kartoffelpü mit Gemüse und Mais und kl. Würstchen. Nachmittags, wären wir in England würde ich sagen, zur teatime, gab es frz. Berliner und eine schokoladige Schoko-Torte.
Abends setzten wir uns gemütlich um und auf Sammy`s Schlafplatz und öffneten ein paar Bierdosen und eine Buddel Wein. Und dann noch eine Flasche und dann noch eine. Oh, nix mehr da! Und noch sooo ein Durst…
Wie gut, dass Annika, Angelika und Samantha noch jeweils eine Flasche Wein für ihre Eltern gekauft hatten, die sie dann nach und nach rausrückten…Wir versprachen auch hoch und heilig, am nächsten Tag neue zu kaufen. Der Wein war übrigens natürlich super warm, aber als Pfadfinder weiß man sich mit Eiswürfeln zu helfen. Was man nicht so alles in der Natur findet…Der Abend war richtig lustig, zwischendurch etwas laut, doch was man so raus hören konnte, waren alle zufrieden mit der Fahrt. Der Brüller des Abends war ja, als Samantha, Annika und Angelika von Christoph erfuhren, dass es gar keine Rotwölfe gibt und auch überhaupt nie gegeben hat. Ich glaub, da sind sie bis heute noch nicht drüber weg.
Nachdem wir zu später Stunde (es war schon lange, lange dunkel), ins Bett wollten, räumten wir noch eben Sammy`s Platz auf. Es sollte ja am nächsten Morgen nicht nach Sau(f)stall aussehen, und es sollte ja auch keiner Schokolade am Bein kleben haben oder an der Isomatte…*blubb blubb* Gute Nacht, ihr Schnapsnasen!

Fazit des Tages:
Drei Flaschen Wein sind weg wie nichts, Sechs Flaschen auch.
 
P.S.: Wer kennt eigentlich die provenzialische Mamba?


14. Tag, So., 29.07.07

Nach einem fantastischen französischen Frühstück mit viel Käse und natürlich Baguette, brachen wir auf. Es sollte zurück in die Stadt gehen. Wir ließen uns an einem lauschigen Brunnenplätzchen nieder, rissen uns die Schuhe und Socken von den Füßen und tauchten unsere Beine bis zu den Knien ins kalte Wasser. Ah! Was für eine Wohltat! Im Laufe des Tages kamen mehrere, vorwiegend japanische Touri-Gruppen an unserem Brunnen vorbei und schossen begeistert Fotos von uns.

Zwischenfazit:
Nicht nur die Franzosen, auch die Touri-Japaner lieben uns!

Wieder verplemperten wir einen erholsamen Tag mit den üblichen beliebten Dingen. Außerdem war gerade Weinmarkt, was sich anbot, um unsere Weinschulden zu tilgen. Gegen 17.00 Uhr latschten wir zum Busbahnhof, wo auch gerade der passende Bus Richtung Flughafen wartete. Pech- Pinkelpause muß verschoben werden. Tjaja, langsam macht sich Aufbruchstimmung breit. Wir befinden uns direkt vor dem Terminalgebäude auf dem Flughafen. Dort packten wir uns hin und besaßen lediglich den Anstand, fürs Kochen um die Ecke zu gehen. Wer nennt das eigentlich kochen? (Milch)Reispantsche mit Gemüse und Ketchup, Pilzen und Dosenfleisch (also echt, im Nachhinein kriegt man da voll das Gruseln, finde ich). Die Blicke der an- und abreisenden Menschen ließen deutlich erkennen, dass sie unser „Essen“ wohl für so was wie Hundefutter hielten.
Später am Abend zogen wir um, gegenüber war ein Platz, der immerhin durch eine Hecke und den obligatorischen Zaun etwas geschützter lag. Nach ein, zwei Bierchen(das reißt ein, was?), etwas Dalmuti, Zehntausend und Schlafmütz wollten wir schlafen, was sich als etwas schwierig erwies, da es durch die vielen Laternen (Riesenflutlichter triffts wohl eher) sehr hell und laut war. Gut, das Laute lag mehr an den Flugzeugen...
Ach ja, an unserem letztem Abend traf uns noch ein Reporter der Flughafen-zeitung und machte einen Bericht über uns.

Fazit des Tages:
Heute war ein schöner Tag und es ist schade, dass unsere Fahrt schon zu Ende ist, auch wenn ich mich auf zuhause freue.


15. Tag, Mo., 30.07.07

Von der Rückreise gibt es nicht mehr viel zu erzählen. Dank Magentabletten von Angelika ging der Flug zumindest ohne spucken. In Lübeck, wo ich mit zitternden Knien aus dem Flugzeug stieg, empfing uns gleich ein Regen-schauer, der wahrscheinlich auch die Arche Noah weggespült hätte. In unseren Frankreich- Sommerklammotten waren wir schnell durchnässt, das tat unserer guten Laune aber keinen Abbruch. Auf der Eisenbahnfahrt haben wir die Fahrt noch einmal Revue passieren lassen, Richard hat den ganzen Senf aufschreiben lassen und hier sind nun die gesammelten Comments:




„Hat mir gut gefallen! Besonders, weil es trotz so vielen Gruppenleitern, die was zu sagen hatten, kaum Probleme gab.
(War schwer was zu schreiben, wenn du gleichzeitig von Besoffenen angegrabbelt wirst)
Also bis demnächst in den Norden der Provence!
Mit euch wieder zu den Lavendelfeldern“
                                    Meta


„Da wir gerade zu schlapp sind, um geistig hochgradige Kommentare zu schreiben, die „Uschi“ sonst aber nervt, schreiben wir diese Zeilen…
Rest folgt…
P.S.: vielleicht schreiben wir ein anderes Mal mehr…aber nicht heute“
                                    Christoph&Sarah


„Also erst mal möchte ich sagen, dass bonjour ausgesprochen wird wie Moin Moin.
Dann sind mir noch die Weiber in Frankreich aufgefallen. Da es ja in Frankreich sehr heiß ist, ziehen die sehr enge und kurze Sachen an, dat ist gar nicht so schlecht. Das deutsche Bier ist besser als das französische!
Und die Franzosen drehen ab, wenn wir als Pfadfinder da rumlaufen.
Im Ganzen war es eine sehr warme, lustige Fahrt.“
                                    Plumps


„Bonjour, salut et moin moin!
Hab`s mir schöner vorgestellt, vor allem die Wanderstrecken…War ansonsten doch recht lustig. Wir wissen jetzt auch, dass wir Annika keinen Wein mehr geben dürfen! ? Baguette werd ich nicht vermissen, die Sonne jedoch schon…? Was man alles fürn Scheiß mit auf Fahrt nehmen kann, haben wir auch mitgekriegt *grins* Au revoir!“
                                    Chappy


„Ah, bonjour!
Frankreich ist super toll! Ich liebe Baguette. Die Leute sind noch viel toller und zu viel Wein ist gar nicht gut. Schlafen kann man super!!! Ich werde die Wärme vermissen *heul* aber man kann nicht alles haben…
Au revoir et scout toujours.“
                                    Annika

Ein feucht fröhliches Moin Moin!
Ja, das ganze Baguette ging mir zwar nach ner Weile auf den Sack, aba trotzdem war es lustig. Die Franzosen haben ein total an der Klatsche. Und Salami mit flüssiger Schokolade vorne dran sieht pervers aus!
                                    Mokka a.k notter


Scout toujours
Vive la france et le baguette. Une tour tres belle et amusante…nous avons beaucoup des choses interessanteset nous avons eu des moments sportifs et disagreable, mais chaud… aber kein Plan, hab franz. abgewählt.
                                    Sammy


Es war heiß und anstrengen, aber lustig. Nur doof, dass die Franzosen alles einzäunen. Nichtsdestotrotz: Die Franzosen lieben uns *huphup*
                                    Gisi&saufzie




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